Beiträge vom Juni, 2009

Nachruf zur EU-Wahl vom 07.06.2009

Dienstag, 30. Juni 2009 22:35

Es ist schon ein paar Wochen her, dennoch möchte ich noch mal die EU-Wahl in Erinnerung rufen. Dort schreckte man ja zusammen, als von der rekordverdächtigen Wahlbeteiligung im negativen Sinne berichtet wurde. 43,24 Prozent der EU-Bürger haben es nur noch an die Urne geschafft.

Die Politiker beklagen grundsätzlich das schwache Interesse der Bürger an den Wahlen, die Bürger hingegen die Verwirrtheit über die Wahlprogramme. Wer jetzt wo Recht hat mag wohl Niemand mehr sagen zu können. Fest steht aber, dass es ein Zustand ist der gewöhnungsbedürftig ist.

ZAPP auf NDR hat diesen Sachverhalt unter dem Thema „Lustloser EU-Wahlkampf“ recht amüsant kommentiert.

Vergleicht man das mit der Theorie der „integrierten Kommunikation“, fallen viele Gemeinsamkeiten auf. Es ist ja nicht nur bei der EU-Wahl so gewesen. Seit Jahren fallen mir die nichtssagenden Wahlplakate bzw –programme auf. Nach der Theorie der „integrierten Kommunikation“ ist diese Lage eine krasse Diskrepanz zwischen Ist- und Sollbild. Als Unternehmen (in diesem Fall die Politiker) muss man bei seinen Kunden (die Wähler) für ein authentisches Gesamtbild sorgen. Andernfalls werden alle Bemühungen sehr kurzfristig bleiben und früher oder später auf Ablehnung stoßen. Driftet die Seite der Versprechungen und der Handlungen sogar auseinander, ist das Ergebnis Ablehnung seitens der Kunden (also der Wähler). Allein in diesem kurzen Beitrag von ZAPP sind diverse eklatante Fehler zu beobachten, die fast schon nicht mehr nachvollziehbar sind unter Berücksichtigung der Tatsache, dass dort mediengeschulte Profis auftreten.

Offensichtliche Ignoranz gegenüber dem Willen des Volks setzt dem ganzen dann nur noch die Krone auf. Nachhaltige Kundenbindung erreicht man nur durch die Übereinstimmung von Versprechen und Handeln. Würden die Politiker in Deutschland wirklich im Dienst einer echten Vision stehen anstatt sich permanent die Rosinen rauszupicken würden auch die Wahlbeteiligungen wieder steigen, davon bin ich überzeugt.

StudiVZ Merkel

Die aktuellen Berichterstattungen über die anstehenden Regierungswahlen zeigen leider das gleiche traurige Bild. Aber dafür geht man ja jetzt seit neuestem auf Sympathiekurs mit den jungen Wählern und zeigt sich z.B. im StudiVZ. Da man ja jetzt „Interaktion“ mit der Zielgruppe meint zu üben kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen, oder?

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Augmented Reality bei Lego

Sonntag, 28. Juni 2009 17:04

Vor kurzem habe ich ja über die gestiegene Ernsthaftigkeit im Zusammenhang mit dem Trend der „Augmented Reality“ geschrieben und mich positiv darüber geäußert.

Hier ist nun ein weiterer schöner Ansatz von Lego. Dort können die Kinder im Store die Packung in eine Kamera halten und bekommen das aufgebaute Modell auf dem Karton in ihren Händen präsentiert. Tolle Anwendung und super auf die Zielgruppe abgestimmt.

Thema: Sehenswertes | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Das Ende der klassischen Medien? Wohl kaum.

Freitag, 26. Juni 2009 21:54

Es ist mal wieder so weit. Steve Ballmer, CEO von Microsoft, prognostiziert erneut das Ende der klassischen Medien. In Cannes sagte er das Ende der gedruckten Medien für in spätestens zehn Jahren voraus.

Kurzer Blick zurück – da gab es vor einiger Zeit einen gewissen Bill Gates der mehrmals das „paperless office“ voraussagte. Mittlerweile haben wir 2009 und jeder druckt weiter fleißig vor sich hin und sorgt für Berge von Papier. Von vollständiger Digitalisierung keine Spur. Ganz im Gegenteil. Wer hat es nicht schon selbst erlebt, dass er einen Scan von einer gedruckten E-Mail wieder als Anhang digital zugeschickt bekommt um Änderungen zu besprechen.

Auch wenn es nur eine Zukunftsprognose ist und es ja bekanntlich gut sein soll eine Vision zu haben tendiere ich dazu die Dinge etwas relativer zu sehen. Wie war das noch bei der Einführung der Fotografie? Die Malerei wurde für tot erklärt. Danach sollte die Fotografie dran glauben als das Video erfunden wurde. Und was ist heute los? Alles existiert parallel – und das sogar sehr hervorragend. Es haben sich eine Menge neuer Nischen etabliert in denen sich neue Stilarten ausgebildet haben. Und nun soll das anders sein?

Matthias Horx schreibt z.B. in seinem Buch „Technolution“, dass gerade in der heutigen digitalen Gesellschaft Papier einen ganz neuen Stellenwert erlangt, da es eine gewisse Wichtigkeit symbolisiert. Alles was wichtig ist „verewigt“ man auf Papier, unwichtiges verstaut man irgendwo auf der Festplatte. In der letzten Ausgabe von „die Zeit“ ist dies in Bezug auf die „New York Times“ ebenfalls sehr schön veranschaulicht. Momentan stellen die digitalen Anzeigegeräte mehr eine technische Spielerei dar als einen würdigen Ersatz für Papier. Dort heißt es:

“Die New York Times, sagt ihr Chefredakteur Bill Keller, »kann jeder getrost in der U-Bahn liegen lassen« – anders als den Kindle oder ähnliche Apparate, die man nicht falten kann und auf denen man auch keine Kaffeetasse abstellen sollte.”

Genau darin sehe ich den Ansatz für die Zukunft. Und erste kluge Kombinationen der beiden Hauptvorteile existieren schon als Pilotstudie. In der Schweiz kann man sich seine Tageszeitung in gedruckter Form mit den Inhalten seiner Wahl nach Hause bestellen und somit sein individuelles News-Portal auf Papier in den Händen halten.

Wenn es aber doch so kommen soll und alle Menschen nur noch digital kommunizieren, dann müsste doch ein Unternehmen wie Microsoft im ersten Schritt wenigstens in der Lage sein standardkonforme Software auf den Markt zu bringen, die eine reibungslose Kommunikation sicherstellt. Mit Outlook 2010 hat man gerade leider erneut das Gegenteil bewiesen.

Es ist mal wieder so weit. Steve Ballmer, CEO von Microsoft, prognostiziert erneut das Ende der klassischen Medien. In Cannes sagte er das Ende der gedruckten Medien für in spätestens zehn Jahren voraus.

Kurzer Blick zurück – da gab es vor einiger Zeit einen gewissen Bill Gates der mehrmals das „paperless office“ voraussagte. Mittlerweile haben wir 2009 und jeder druckt weiter fleißig vor sich hin und sorgt für Berge von Papier. Von vollständiger Digitalisierung keine Spur. Ganz im Gegenteil. Wer hat es nicht schon selbst erlebt, dass er einen Scan von einer gedruckten E-Mail wieder als Anhang digital zugeschickt bekommt um Änderungen zu besprechen.

Auch wenn es nur eine Zukunftsprognose ist und es ja bekanntlich gut sein soll eine Vision zu haben tendiere ich dazu die Dinge etwas relativer zu sehen. Wie war das noch bei der Einführung der Fotografie? Die Malerei wurde für tot erklärt. Danach sollte die Fotografie dran glauben als das Video erfunden wurde. Und was ist heute los? Alles existiert parallel – und das sogar sehr hervorragend. Es haben sich eine Menge neuer Nischen etabliert in denen sich neue Stilarten ausgebildet haben. Und nun soll das anders sein?

Matthias Horx schreibt z.B. in seinem Buch „Technolution“, dass gerade in der heutigen digitalen Gesellschaft Papier einen ganz neuen Stellenwert erlangt, da es eine gewisse Wichtigkeit symbolisiert. Alles was wichtig ist „verewigt“ man auf Papier, unwichtiges verstaut man irgendwo auf der Festplatte. In der letzten Ausgabe von „die Zeit“ ist dies in Bezug auf die „New York Times“ ebenfalls sehr schön veranschaulicht. Momentan stellen die digitalen Anzeigegeräte mehr eine technische Spielerei dar.

„Die New York Times, sagt ihr Chefredakteur Bill Keller, »kann jeder getrost in der U-Bahn liegen lassen« – anders als den Kindle oder ähnliche Apparate, die man nicht falten kann und auf denen man auch keine Kaffeetasse abstellen sollte.“

Genau darin sehe ich den Ansatz für die Zukunft. Und erste kluge Kombinationen der beiden Hauptvorteile existieren schon als Pilotstudie. In der Schweiz kann man sich seine Tageszeitung in gedruckter Form mit den Inhalten seiner Wahl nach Hause bestellen und somit sein individuelles News-Portal auf Papier bestellen.

Wenn es aber doch so kommen soll und alle Menschen nur noch digital kommunizieren, dann müsste doch ein Unternehmen wie Microsoft im ersten Schritt wenigstens in der Lage sein standardkonforme Software auf den Markt zu bringen, die eine reibungslose Kommunikation sicherstellt. Mit Outlook 2010 hat man gerade leider erneut das Gegenteil bewiesen.

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Gewalt im Iran & die freie Meinung

Mittwoch, 24. Juni 2009 12:21

Nach der umstrittenen Wiederwahl von Mahmud Ahmadinedschad im Iran halten die Proteste gegen die Regierung an. Unter Lebensgefahr leisten die Gegner immer noch erbitterten Widerstand gegen das umstrittene Wahlergebnis.

Ich möchte dies zum Anlasse nehmen um in diesem Zusammenhang über die zunehmende Verschmelzung, Atomisierung und ständige Verfügbarkeit der Medien zu schreiben. Bitkom nennt es z.B. die „Metatrends“ (Achtung, PDF). Wie das aktuelle und leider auch erschreckende Beispiel zeigt lassen sich die Nutzer von Medien nicht mehr wirkungsvoll bevormunden und lenken. Vielfach wurde bereits im Bezug auf Entertainment darüber gesprochen. Im Iran kann man dieses Phänomen und die Auswirkungen nun aber im Ernstfall beobachten.

Mit aller Gewalt versucht die iranische Regierung Meldungen über die eskalierte Lage zu unterdrücken – ohne Erfolg. Mehrfach wurde bereits über Twitter als Medium der Wahl für die Protestbewegung berichtet, da u.a. Handynetze gestört werden um die Kommunikation zu erschweren.

Immer mehr Nachrichten dringen nach außen und die Welt erhält einen multimedialen Einblick in die Lage vor Ort. Die entsprechenden Plattformen wie Facebook (jetzt auch auf persisch), Googles Sprachtools (auch auf persisch) oder Youtube (mit Citizentube) leisten ihren ganz eigenen Beitrag zur Verwässerung der Autorität des Staates. Noch vor zehn Jahren wäre ein solch großes Publikum für einen einfachen Bürger undenkbar. Jetzt in der Krise profitieren sie davon und können sich immenses Gehör verschaffen. Die Zugriffszahlen auf die Videos bestätigen das riesige öffentliche Interesse indes nur.

Dies zeigt sehr anschaulich wie dicht und vielfältig das Netz aus den verschiedensten Medienkanälen bereits ist. Es ist nicht mehr möglich den Drang zu unterdrücken sich mitzuteilen und eine ungefilterte Botschaft zu versenden. Selbst wenn eine Möglichkeit unterbunden würde stünden eine Vielzahl weiterer Kanäle bereit oder werden selbst geschaffen.

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Hat es “Bing” gemacht?

Montag, 22. Juni 2009 12:40

Schaut man sich die Marktverteilung im Suchmaschinensektor an blickt einem ja seit Jahren das vertraute Bild entgegen. Google ist auf Platz 1, danach kommt lange nichts. Danach kommt immer noch nichts, dann kommt Yahoo und dann schlagen sich die Wettbewerber um die Zehntel-Prozentwerte. Auch ich trage momentan meinen Teil zur Marktposition von Google bei, da es die Suchmaschine meiner Wahl ist.
Nachdem die nun vierte Generation des Microsoft Suchdienstes, der nun „Bing“ heißt, an den Start gegangen ist und für Aufsehen gesorgt hat habe ich mich zu einem ausgiebigen Test entschlossen. Nach zehn Tagen und unzähligen Suchanfragen kann ich eine Bilanz ziehen.

Gesamturteil: bei mir hat es hat nicht „Bing“ gemacht. Die Versprechungen die der Spot (siehe unten) weckt sind bei mir nicht eingelöst worden.

Es gibt zwar eine Menge positiver Aspekte bei Bing, wie:

  • Bing liefert über weite Strecken brauchbare Ergebnisse.
  • Oft keine sieben- oder gar achtstelligen Ergebnislisten, sondern eine kleine aber feine Auswahl
  • Gute Funktionen zur weiteren Verarbeitung der Suchanfrage
  • Auch indirekte Zusammenhänge werden angeboten (Bilder, die zu einem Text von einem bestimmten Autor gehören)
  • Bei der Videosuche werden auch andere Videoplattformen angeboten (Stichwort Neutralität)
  • Bildoptionen zur schnellen Verfeinerung der Suche

All diese Punkte verlieren für mich allerdings ihre Relevanz wenn es um die Ergebnisqualität geht. Hier liegt die für mich gravierendste Schwäche von Bing. Ein Abgleich mit Google offenbart leider manchmal krasse Lücken in den Ergebnissen. Dies soll nicht heißen, dass Google die Messlatte für alles ist – das wäre mehr als naiv. Nur hat meine Erfahrung gezeigt, dass die mit Google recherchierten Quellen zum überwiegenden Teil vollständig und umfassend sind.

Darüber hinaus fördert die Aufmachung mit der großflächigen täglich wechselnden Abbildung den Eindruck, dass damit eher „Gelegenheitssucher“ angesprochen werden sollen. Wo aber bleiben die Leute, die auf diesen Schnick-Schnack keinen Wert legen und nur die nüchternen Ergebnisse sehen wollen? Microsoft sperrt so die Intensivnutzer aus bzw. schreckt diese ab.

Etwas relativierend für die negative Kritik könnte man den aktuellen Beta-Status der Seite sehen. Durch die begleitende mediale Inszenierung und die dadurch geweckten Erwartungen werde ich das Gefühl aber nicht mehr los, dass man hier mit den Versprechungen einfach über das Ziel hinaus geschossen ist. Nichts desto Trotz ist Bing die bisher gelungenste Alternative zu Google möchte ich behaupten.

Thema: Angetestet | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Shopping time the social way?

Freitag, 19. Juni 2009 0:53

Vorab ein ganz kurzer Ausflug in die Physik. Blickt man zurück vor die Einführung der Quantentheorie, kann man dort eine ähnliche Situation wie in der heutigen Werbelandschaft feststellen – nahezu Stagnation. Damals empfahl man den Leuten keine wissenschaftlichen Berufe mehr anzustreben weil ohnehin nahezu alles erforscht sei was es zu erforschen gibt und es bald nichts mehr zu tun gäbe. Und dann kam der sprichwörtliche „Quantensprung“ und alles ging in der Forschung von vorne los.

In der Werbebranche sieht es heute ähnlich aus. Die Beachtung von Werbung geht zurück, Konsumenten werden von Werbung zum überwiegenden Teil nicht angesprochen und die Bereitschaft aufgrund einer gesehenen Anzeige einfach so etwas zu kaufen ist sowieso noch nie sonderlich hoch gewesen. Es scheint also nicht mehr viel Potenzial vorhanden zu sein.

Worauf ich hinaus will ist folgendes:

Gut es ist kein „Quantensprung“, aber immerhin eine neue Tür die aufgestoßen wird und auch eine neue Werbemöglichkeit mit nahezu unendlichem Potenzial. Denn Bilder gibt es wohl genug die jeden Tag hochgeladen werden.

Es ist die Firma Pixazza. Dort können Bilder mit kleinen Werbeschildern versehen werden. Auf diese Weise können die Bildbestandteile „getaggt“ werden und als Werbefläche dienen. Wenn da mal das Wort „Stilikone“ keinen kommerziellen Beigeschmack bekommt, könnte man doch jetzt seine gesetzten Trends auch direkt wieder teilweise selbst vermarkten.

Ein definitiv neuer Ansatz. Man stelle sich diese Funktion nur mal in Verbindung mit einem sozialen Netzwerk vor. Dort könnte es ähnlich wie bei Werbeeinblendungen von Google eine Provision für die User geben. Und weil man dort ja in der Regel mit Leuten verkehrt die man persönlich kennt ist das Vertrauen anders als bei einer Anzeige die man betrachtet um einiges höher. Genau da wollen die Werber ja hin, in ein Vertrauensverhältnis. Etwas besseres als solch einen Markenbotschafter kann man sich als Unternehmen eigentlich nicht wünschen.

Schaut man unter „About Us“ nach, findet sich auch der übliche Verdächtige – Google. Ist das jetzt der nächste Geniestreich? Mal sehen was die Zukunft in der Hinsicht bringt.

Hoffentlich nicht so etwas wie dies hier in großem Stil.

Thema: Gedanken | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Augmented Reality wird allmählich erwachsen

Dienstag, 16. Juni 2009 21:27

In den letzten Jahren wurde die Vision der „Augmented Reality“, also einer erweiterten Realität durch Zuhilfenahme von Technik, ja immer wieder thematisiert und auch immer konkreter. In Zukunft soll man sich so z.B. für die jeweilige Situation hilfreiche Zusatzinformationen in sein Blickfeld holen können. Natürlich alles Nach Bedarf.

Mini hat ja vor einiger Zeit mit der interaktiven Print-Kampagne für das neue Mini Cooper Cabrio vorgemacht wie dies in einfacher Form aussehen kann. Damals wurden auf der Rückseite von Magazinen Trackingfelder in Umlauf gebracht. Diese sollte man dann auf der Seite zur Kampagne in seine Webcam halten. Wie von Zauberhand wurde so live vor den Augen des Betrachters das Objekt der Begierde auf den Monitor gezaubert und konnte nach Belieben durch bewegen der Zeitung gedreht werden.

Soweit ich weis war Mini einer der ersten die die Verknüpfung von Print und Online auf diese Weise verwirklicht haben und hat auch für einen entsprechenden Aha-Effekt gesorgt. Das die Software nur mit dem Internet Explorer läuft soll hier mal nicht weiter von Bedeutung sein.

Viel wichtiger bei einer integrierten Kampagne ist ja ein echter Nutzwert für den Konsumenten. Natürlich kann man den Spaßfaktor auch als Nutzen sehen, gerade in Bezug auf die angepeilte Zielgruppe, besonders langfristig ist dies jedoch nicht. Denn irgendwann hat man ja schließlich alles Seiten des Autos gesehen.

Ich möchte die Idee keineswegs schlecht reden. Nur was ich soeben in dieser Hinsicht gefunden habe geht wirklich einen Schritt weiter und vor allem in eine sehr vielversprechende Richtung.

USPS hat nun ebenfalls solch eine Seite geschaltet. Dort kann man sich die benötigte Trackingmarke ausdrucken und live seine Paketsendung vermessen. Die verschiedenen Paketgrößen kann man einfach anklicken und werden um den Trackingpunkt projeziert – ein echter Nutzwert. So kann der Benutzer schon von zu Hause klären, welche Kosten auf ihn zukommen und wie man das Format seiner Sendung evtl. optimieren kann. Es ist auch möglich die Sendung “in” das virtuelle Paket zu legen um so direkt zu vergleichen.

Die bisher als reine Funapplikation eingesetzte Idee wird also langsam „erwachsen“. Insgesamt eine tolle Entwicklung. Man kann jetzt schon auf den nächsten Schritt in dieser Richtung gespannt sein. Es gibt noch so viel Potenzial.

Thema: Sehenswertes | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Freistellen mal anders

Sonntag, 14. Juni 2009 16:04

Vor gut drei Wochen war ich auf der Nikon Solutions Expo und habe mich über den Andrang am Hensel Workshopraum gewundert. Mitlerweile kann ich erahnen wieso. Auf der Website ist eine neue Blitztechnik beschrieben, die die Erstellung von Freistellmasken schon bei der Aufnahme vollautomatisch übernimmt. Die Softwarefirma Schoepe bringt eine Weiterentwicklung des Programms “Freemask” in das Gespann ein. Zusammen mit einer High-End Nikon DSLR werden optimale Ergebnisse erzielt heißt es weiter.

090614-freemask_hund

Das dort verfügbare PDF zum System zeigt sehr anschaulich, wie innerhalb kürzester Zeit der sonst größte Feind des Grafikers – Fell, Haare, halbtransparentes usw. – mit Freistellmasken versehen werden. Es sind auch drei Beispielbilder downloadbar, die auf den ersten Blick ziemlich überzeugend aussehen (siehe Bildausschnitt links). In Dieser Qualität muss man das per “Dodge & Burn” erstmal hinbekommen!

Der große Haken ist der Preis. Die als Referenz genannten Geräte kommen schnell an die Grenze eines kleinen Gebrauchtwagens heran. Für Fotografen rentiert sich die Anschaffung sicherlich schnell unter Anbetracht der Zeitersparnis.

Schaut man sich die gezeigte Vorgehensweise einmal genauer an, merkt man allerdings dass die Vorgehensweise vom Prinzip her sehr simpel ist: Vom gewünschten Motiv werden zwei Aufnahmen in sehr kurzem Abstand gemacht. Einmal mit dem Lichtsetup für das Objekt, dann unmittelbar danach wird nur der Hintergrund ausgeleuchtet. Das Objekt erscheint so im Verhältnis stark unterbelichtet oder sogar nur noch als Silhouette. Legt man die beiden (möglichst passgenauen) Aufnahmen nun übereinander kann man die Silhouette als Maske einsetzen.

Die Vorgestellte Kombination aus Kamera, Blitz und Software erledigt dies sehr wahrscheinlich zu großen Teilen automatisch und taugt deshalb auch für Portraits und langsam bewegte Objekte. Begrenzender Faktor ist hier ja nur die Serienbildgeschwingikeit der Kamera. Für unbewegte Objekte könnte man diese Technik aber auch privat nachempfinden und sich eine Menge Arbeit sparen.

Sollte es sich ergeben werde ich von meinen Erfahrungen berichten.

Thema: Fotografie / Film | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Mein eigener Blog.

Donnerstag, 11. Juni 2009 15:32

Das ist er also, mein eigener Blog. Ab jetzt werden sich an dieser Stelle Gedanken, Überlegungen, Erfahrungen und Interessantes aus der Medienwelt finden in der ich mich täglich bewege. Dabei möchte ich mich nicht nur auf Trends und Neuigkeiten beschränken die ich für erwähnenswert halte, sondern auch aus technischer Sicht eine ausgewogene Mischung an Informationen zusammentragen.

Durch die permanente und tägliche Auseinandersetzung gewinnt man viele Eindrücke, die ich hier auf diese Weise zur Diskussion stellen möchte.

Über Kritik und Anregungen würde ich mich wirklich sehr freuen.

Simon

Thema: Allgemeines | Kommentare (2) | Autor: Simon