Beiträge vom Juli, 2009

Die CDU ist eine Copycat

Donnerstag, 30. Juli 2009 14:37

Da ist es wieder, das rote-Tuch-Thema Wahlkampf. Möge der Kampf um die Wähler eröffnet sein – mit allen Mitteln. Die CDU soll in den folgenden Zeilen besondere Beachtung finden.

Herr Wuttke von der CDU macht aktuell mit diesem Spot auf sich und sein “Team” aufmerksam und wirbt mit dem Gegensatz zu “den anderen”.

Ich fasse mal kurz zusammen: Da gibt es seit geraumer Zeit von einer Firma mit einem angebissenen Apfel als Firmenlogo eine Spotreihe die Computerbetriebssysteme in personalisierter Form vor die Kamera schickt.

Hier drängt sich der dringende Verdacht auf, dass sich hier fleißig und umfassend bedient wurde. Einige wesentliche Gemeinsamkeiten:

  • Das Setting vor weißem Hintergrund/ neutraler Raum
  • Die Hintergrundmusik
  • Die Mechanik des direkten Vergleichs
  • Die Personalisierung von Attributen
  • Der teilweise nahezu identische Kleidungsstil

Nun gibt es aber ein Problem an der Sache – bei Apple ist dieser Vergleich durchaus authentisch und versprüht einen ganz speziellen weil wahren Humor. Bei der CDU allerdings nicht. Hier mutiert der Spot zu einer weiteren inhaltsleeren Aussage die sich in eine Reihe mit den Wahlplakaten einreiht. Es fehlen ganz einfach die Taten die diesen Aussagen folgen.  Bei Apple sind die Produkte die Botschaften die den gemachten Aussagen in den Spots Echtheit verleihen.

Vielleicht findet man ja auch irgendwo noch ein Wahlprogramm das geeignet erscheint es eins zu eins zu übernehmen und für eigene Zwecke zu verwenden.

Thema: Gedanken | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Über den Wolken…

Dienstag, 28. Juli 2009 23:10

..naja fast. Ich bin in der Nacht von Sonntag auf Montag auf eine Höhenlage zwischen 1000-1900 Höhenmetern umgezogen und verbringe derzeit meinen Sporturlaub im Bikepark Leogang. Unten ein kleiner Eindruck der Landschaft als 270° Panorama.

Panorama_270Grad_web

Sicher werden sich aber auch hier interessante Themen zum berichten finden. Wenn es sich ergibt stelle ich demnächst auch einige Fotoeindrücke online.

Thema: Allgemeines | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Amazon zeigt Reue

Samstag, 25. Juli 2009 17:49

Mein letzer Artikel beschäftigte sich ja mit Digg und seiner Vorgehensweise bei der URL-Weiterleitung zu Ungunsten seiner User. Als Ergänzung möchte ich ein weiteres aktuelles Beispiel nennen, bei dem der Verlauf ähnlich ist.

Amazon ist dieses Mal der Übeltäter. Mit seinem E-book-Reader Kindle war das Unternehmen vorletzte und letzte Woche in den Negativschlagzeilen. Man nutzte die WLAN-Anbindung die eigentlich zum aufspielen neuer E-Paper gedacht ist um illegale Kopien von E-Books zu löschen. Wow, das nenne ich mal einen Eingriff in die Privatsphäre!

Gestern kam dann in einem Kindle Forum auf Amazon.com die Entschuldigung für diese Aktion.

This is an apology for the way we previously handled illegally sold copies of 1984 and other novels on Kindle. Our “solution” to the problem was stupid, thoughtless, and painfully out of line with our principles. It is wholly self-inflicted, and we deserve the criticism we’ve received. We will use the scar tissue from this painful mistake to help make better decisions going forward, ones that match our mission.

With deep apology to our customers,

Jeff Bezos
Founder & CEO
Amazon.com

Positiv an der ganzen Sache ist ja noch, dass man wenigstens “principles” und eine “mission” hat, diese kennt und auch weis, dass man um Meilen an diesen Richtwerten vorbei gehandelt hat.

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Digg.com hört auf seine User

Donnerstag, 23. Juli 2009 12:17

Vor einigen Tagen wagte der beliebte Social-bookmarking Dienst Digg einen Schritt in Richtung Traffic-Optimierung hinsichtlich der eigenen Seite. Der eigene Dienst zur URL Verkürzung verlinkte ab sofort nur noch für angemeldete Nutzer auf die gewünschte Seite, alle anderen landeten auf der Startseite.

Sofort kam es zur Aufruhr unter den Nutzern. Die ganze Geschichte endete in einem Blogeintrag von Digg in dem zu dem Sachverhalt Stellung genommen wurde.

Insgesamt ein sehr schönes Beispiel für die Erstarkung der Nutzerschaft. Geheimhaltung und auf Nichtentdeckung hoffen funktioniert immer seltener. Bei einem Dienst wie Digg sinkt diese Chance gegen Null würde ich fast behaupten, da man ja nunmal “Social bookmarking” anbietet (also vernetztes Bookmarken und darauf aufbauende Ranglisten nach Beliebtheit). Schwächen bzw. Ungereimtheiten werden gnadenlos aufgedeckt und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen kommentiert.

Wenn man wie Digg seinen Unternehmenswert aus der Qualität der gebookmarkten Links bezieht gibt man auch gleichzeitig eine Menge Kontrolle in die Hand der User. Wie man an den Reaktionen sehen kann fordern die User dann auch im Gegenzug Mitendscheidungsrecht bei Entscheidungen die ihre Belange betreffen und wollen ihre Wünsche berücktsichtigt sehen.

In der Zukunft wird es sicher noch wichtiger werden, einen sauberen Umgang mit solchen Zwischenfällen zu pflegen und für die Betroffenen zufriedenstellend zu klären. In meinen Augen ist vor allem Schnelligkeit und Aufrichtigkeit wichtig. In solch einer Situation helfen keine logischen Beweisketten o.ä. mehr. Wenn man wirklich etwas fragwürdiges in die Wege geleitet hat und die Reaktionen derart emotional sind hilft ein einfaches “Sorry, mein Fehler” bei weitem mehr. Vor allem müssen die Rückmeldungen der Community effizient und schnell verfolgt werden um eine Reaktion vor dem überkochen der Stimmung parat zu haben.

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Der Schlüssel zu ausdrucksstarken Portraits

Montag, 20. Juli 2009 11:20

Mit dem aufkommen von Digitalkameras sind unzählige Scharen von Menschen in die Welt gezogen um alles nur erdenkliche zu dokumentieren. Immer stärker wird auch von Firmen über die Werbung der Eindruck erweckt, dass die Kamera mitlerweile alles für einen übernimmt.

Der wichtigste Aspekt kann einem aber von Niemandem abgenommen werden: Dem Bild Ausdruck und Aussage zu verleihen und so den Charakter des Portraitierten erlebbar zu machen. Genau hiermit beschäftigt sich das Video weiter unten. Clay Enos zeigt sehr glaubwürdig, dass die Technik nur ein Teil, und vor allem nur eine Hilfe, ist.

Das Video thematisiert sehr treffend die Mißstände der Digitaltechnik, weshalb es umso mehr empfehlenswert ist. Gerade weil alles möglich ist durch digitale Nachbearbeitung geht der Blick für das wesentliche langsam verloren. Es ist sicher nicht verkehrt den Schritt über die Komplettausstattung zu wagen und sich auf ein fotografisches Minimum (in seinem Fall eine DSLR, 50mm Objektiv und weißes Papier) zu besinnen und dann zu sehen, dass es auch so klappt.

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Empfehlungsmarketing at its best

Freitag, 17. Juli 2009 16:16

Das obige Video wird derzeit intensiv durch Twitter, Youtube und andere soziale Netzwerke gereicht. Trotzdem möchte ich diese Thematik nochmals aufgreifen, da die dort präsentierte Mechanik der Konsumenteninteraktion hervorragend die neue Herausforderung für Unternehmen im Internetzeitalter veranschaulicht.

Es zeigt sehr anschaulich die enge Verknüpfung und die Intensität mit der mittlerweile Austausch betrieben wird (und nun auch technisch betrieben werden kann). Diese Art der Vernetzung war noch vor wenigen Jahren undenkbar. Für Unternehmen bedeutet dies auch gleichzeitig: Die Zeit in der man Produkte auf den Markt “wirft” und hofft das es einfach so läuft ist vorbei. In diesem engmaschigen Netz haben Verschleierungsversuche keinen Platz und werden gnadenlos aufgedeckt.

Nie waren die Konsumenten kritischer. Der heutige Konsument schluckt nicht mehr kommentarlos die medialen Werbebrocken und rennt anschließend in den Laden um das beworbene Produkt zu kaufen. Eher geht es rückwärts wieder aus dem Laden, weil er vor dem Regal noch kurz in Echtzeit die Preise und Rezensionen checkt.

Man muss dort hin, wo der potenzielle Kunde sich aufhält und auf seine Bedürfnisse eingehen. Mit zunehmender Vernetzung wird es umso wichtiger über alle Kanäle ein homogenes Bild vom Unternehmen zu präsentieren und vor allem auch nicht nur als Marke aufzutreten. Idealerweise bietet man vordergründig einen Nutzen und stellt die Marke dezent in den Hintergrund.

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Fanta ist jetzt gesund!

Mittwoch, 15. Juli 2009 12:36

Die Zeiten werden rauher. Die modernen Konsumenten achten heute stärker als in der Vergangenheit auf ihre Ernährung. Da will man doch als Marke um jeden Preis ein bißchen gesünder rüberkommen. Wenn nichts mehr geht springt man eben auf den Zug “green brand” auf und die Kunden kommen wie von Zauberhand. Schön wärs!

090715-Fanta_LitfassFanta versucht sich aktuell auch mit dieser Masche. Das Bild stammt von letzter Woche in Köln. Der Widerspruch war für mich so groß, dass es mir eine Aufnahme wert war. Für mich stellt sich hier akut die Frage: Hat man nichts gelernt?

Der Erfolg dieser Strategie ist doch mehr als fraglich. Fanta ist wohl die Limonade schlechthin. Wer schon so ein Getränk kauft, tut dies sicher nicht um sich etwas Gutes zu tun.

Trotzdem ziert die Anzeige die Headline “Ohne künstliche Farbstoffe und Aromen”

Wieso fokussiert man auf den einzig positiven Aspekt dieses Produkts, wo doch so viele Fakten gegen die Tatsache sprechen und diesen auch um Längen überwiegen?

Katjes ist mit seiner ähnlich fraglichen Ansprache “Yoghurtgums – ohne Fett” doch auch grandios gestolpert. Erstens stimmte die Aussage noch nicht einmal und zweitens haben Weingummis natürlich einen ordentlichen Anteil Zucker. Schade, da hat wohl jemand bei Katjes wie auch bei Fanta seine Hausaufgaben nicht gemacht. Mit Konsumenten macht man so etwas nicht!

Für mich ein klares Anzeichen dafür, dass man krampfhaft versucht von einem mehr und mehr belasteten Image wegzukommen. In Zeiten einer verschärften Gesundheitsdebatte sicher kein leichter Stand unter den kritischen Augen der Gesellschaft.

Thema: Werbung | Kommentare (1) | Autor: Simon

Die Ehrlichkeit der Vielen

Sonntag, 12. Juli 2009 13:53

Aus ganz aktuellem Anlass möchte ich das Prinzip der Schwarmintelligenz näher betrachten. Man geht dabei davon aus, dass sich die Effektivität und auch das Wissen in einer Gruppe über dem Level der besten zu findenden Einzelperson bzw. eines Experten bewegt. Dies funktioniert laut einem Bericht in der Ausgabe 1/2009 von beef nicht in jedem Fall, jedoch bei allgemeinen Sachverhalten umso effektiver. Wikipedia ist ein klassisches Beispiel dafür. Im Artikel wird es mit Brockhaus verglichen. In einem Test kam sogar heraus, dass sich die Fehlerquote der Wikipedia unter der des Brockhaus bewegt.

Don Tapscott hat auch ein sehr spannendes Buch darüber geschrieben, dass ich nur empfehlen kann um die veränderten Prinzipien der Wertschöpfung zu verstehen. Es heißt Wikinomics – die Revolution im Netz und spielt auf “die Weisheit der Vielen” an.

Dieses Phänomen wurde im vorliegenden Fall mit der Reichweite des Internets kombiniert.

Folgende Geschichte steck dahinter:
Vor einiger Zet wurde eine Menge professionelles Kameraequipment von Nikon im Wert von ca. 40.000 EUR gestohlen. Daraufhin wurden die Seriennummern der Teile im Internet veröffentlicht

Es gingen eine Menge Hinweise ein, die nun wohl auch zur Aufklärung beigetragen haben. Der “Schwarm” hat also mehr geschafft als ein einzelner Experte (in dem Fall die ermittelnde Person bei der Polizei). Darüber hinaus haben viele Menschen ohne direkt erkenntlichen Grund und ohne Gegenleistung bei der Aufklärung mitgewirkt, was auch ein klassisches Phänomen des Community-Zeitalters ist.

Ein Grund mehr auf breiter Fläche über etablierte Methoden nachzudenken.

Thema: Gedanken | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Umstrukturierung im Social Web?

Freitag, 10. Juli 2009 22:11

Vorgestern war auf Basicthinking.de dieser interessante Artikel über die jüngsten Entwicklungen bezüglich Nutzerzahlen in sozialen Netzerken zu lesen. Dort habe ich mich auch zu einem Kommentar hinreißen lassen, da der Artikel sehr stark meiner eigenen Beobachtung entspricht. Der Kommentar lautete:

Für mich ist es ein deutliches Anzeichen dafür, dass die digitale Welt sich gerade in einem Umbruch befindet. Von Forrester wurde ja bereits eine Prognose aufgestellt, die für ca. Ende 2009 eine zunehmende “Vernetzung der Netzwerke” voraussagt.

Die zunehmende Frustration signalisiert diese anstehende Veränderung meiner Meinung nach sehr gut. Der nächste Schritt steht kurz bevor. Der Tenor “aktiv sein müssen” ist doch ein guter Indikator dafür, dass die Anbieter reagieren müssen. Einige Dienste bieten Aggretation ja auch schon rudimentär an (Yoono Firefox Addon z.B.)

Ich bin gespannt wie es weiter geht

Die Frage nach dem “warum?” finde ich sehr spannend, weshalb ich den Artikel an dieser Stelle nochmal aufgreifen und vertiefen möchte.

Vielleicht sollte man die aktuelle Phase als eine Art Nadelöhr sehen, durch die das Web 2.0 durch muss. Zu viele Dienste wollen den User mittlerweile mit Funktionen und Vernetzungsangeboten versorgen. Was fehlt ist aber eine Verbindung der Datensätze. Nur wenn sich hier grundlegend etwas tut gelingt auch die Integration der digitalen Spielwiese in die “echte” Welt. Viele kluge kleine Spezialdienste gehen ja momentan schon in diese Richtung. Hier wird die Sperrigkeit abgebaut zu Gunsten einer echten Erweiterung für den Alltag. An dieser Stelle nur ein Beispiel: Aka-Aki. Die Community für unterwegs sozusagen. Reale und digitale Welt werden charmant verbunden, die Trennung schmilzt auf ein Minimum.

Es wird zwangsläufig eine Art natürliche Auslese stattfinden, aus der die wirklich nutzbringenden Dienste gestärkt hervorgehen werden. Davon bin ich überzeugt. Dann befinden wir uns in der nächsten Runde und alles geht von vorne los. Das zunehmend verwaisende, vor zwei Jahren nochgehypte, MySpace ist ein klassischer Fall. Andere Anbieter bieten einfach mehr oder alles in einer Lösung, die Notwendigkeit für ein Profil dort reduziert sich auf ein Minimum.

Es läuft vielleicht auf eine Art “Universallogin” in die digitale Welt hinaus. Das ist ja nur eine logische Folge, da der aktuelle Zustand mehr als unbefriedigend ist (unzählige Einzellogins mit jeweils eigenen abgeschotteten Umgebungen). Wie die anderen Kommentare im Artikel ja erkennen lassen ist es kaum noch möglich auf allen Portalen aktiv zu sein. Es kostet eine nicht unerhebliche Zeit die Profile aktuell zu halten.

Nicht zu vernachlässigen ist natürlich der Faktor des wirtschaftlichen Interesses. Am Ende des Tages sind alle vorhandenen Anbieter auch Wettbewerber und wollen Nutzer für sich exklusiv beanspruchen. Die Frage ist nur wo dieser Gedanke zum Nachteil für alle Beteiligten wird und man sich anders arangieren muss.

Der nächste Evolutionsschritt ist aber so oder so eine spannende Sache und ich freue mich auf Neuigkeiten jeder Art aus dieser Richtung.

Thema: Gedanken | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Dialogversuche der Politik

Dienstag, 7. Juli 2009 14:38

So langsam kommen wir ja in Deutschland in Wahlkampfstimmung. Die üblichen Steuersenkungsversprechen zur Aufstockung des Wählerkreises sind als Einstieg ja schon gemacht. Als nächstes wird man dann wohl wieder die tollen Wahlplakate sehen können.

Nun gibt es da aber auch dieses momentan so sagenumwobene Internet. Stopschilder sollen dort bald zu sehen sein, die Jugendgeneration soll es verdummen lassen und süchtig soll es auch machen. Dieses Medium ist aktuell bei unseren Politikern auch sehr im Trend. Es ist totschick sich im Social web zu präsentieren und dort Pseudoeinblicke in seine Aktivitäten zu geben.

Gestern liest man dann bei Welt Online, dass Angela Merkel nun die Marke von 50.000 Anhängern bei StudiVZ überschritten hat und sich nun (quasi als dankeschön) dazu entschlossen hat auch Fragen auf ihrem Profil zu beantworten. Wie bitte?

Anscheinend sind einige Berater noch nicht im 21. Jahrhundert bezüglich der Erwartungen des Rezipienten angekommen. Der Rezipient rennt schon lange nicht mehr bedingungslos seinem Kommunikationspartner hinterher. Er erwartet die persönliche Ansprache und den ebenbürtigen Dialog. 2009, in Zeiten der Echtzeitkommunikation, sieht die Welt nochmals komplett anders aus. Haben wir die stufenweise Kommunikation nicht schon länger hinter uns gelassen? Schade das man auf keine kreativere Idee in einem sozialen Netzwerk kommt, als Fragen zu beantworten.

Das ist in etwa so viel Dialoggehalt wie sich bei RTL hinzusetzen und dort einer Handvoll wahrscheinlich vorher auf Tauglichkeit geprüfter Fragen zu stellen. An Stelle Fragen zu beantworten sollte man sich lieber Gedanken machen wie man den Wählern klar macht, wo die Reise während der nächsten Regierungszeit hingeht und glaubwürdig einen Weg aufzeigen wie man das anstellen wird.

Es gibt meiner Meinung nach ein größeres Problem bei allen Parteien in Deutschland. Sie haben entweder keine wirkliche Vision für die Zukunft oder sind einfach nicht in der Lage diese medial zu inszenieren. Ist das nicht frustrierend? Ich warte immer noch sehnsüchtig auf eine Politikkampagne die mich überzeugt und für einen “AHA-Effekt” sorgt.

Andere Parteien reiben sich schon die Hände die frustrierten Wähler abzugreifen (oder eingebundes Video unten). Diese dort beschriebene Lage ist sicher nicht auf ganz Deutschland in dieser krassen Ausprägung zu übertragen. Allerdings machen die aktuellen Wahlergebnisse doch sehr deutlich wie den Traditionsparteien die Wähler davonlaufen und “frischen” Ideen eine Chance geben.

Thema: Gedanken | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon