Beiträge vom August, 2009

TUIFly auf werbetechnischem Höhenflug

Montag, 31. August 2009 9:52

Fieberbrunn, Österreich am 16.08.2009. Auf knapp 2000m über Meeresspiegel steige ich aus der Gondelbahn und das erste was ich sehe ist das:

TUIFly_Bergstation_Fieberbrunn

In meinen Augen eine gelungenes Spiel mit den Werten der aktuellen Kampagne. Das Publikum dürfte auch richtig sein, denn man nimmt ja schließlich die Anstrengungen des weiteren Aufstiegs zum Gipfel in Kauf um z.B. eine bestimmte Aussicht zu genießen. Der nächste Schritt ist dann nach Aussage des Plakats an Bord von TUIFly möglich, was ja auch die neue Kampagne vermitteln will.

Ein sehr netter Nebeneffekt ist natürlich die Exklusivität der Werbefläche. Dort oben herrscht für gewöhnlich im Vergleich zum Bodenlevel akute Reizarmut. Ich konnte zumindest dort keine weiteren Werbemittel im direkten Sichtfeld finden. Mit einer entsprechend charmanten Werbebotschaft kann man dort oben sicher gut punkten.

Thema: Werbung | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Erwischt – Virgin bedient sich bei Flickr

Freitag, 28. August 2009 13:31

In letzter Zeit häufen sich die Meldungen, dass Fehlverhalten eines Unternehmens durch Nutzer bzw. Kunden aufgedeckt wird. Hier, Hier und hier sind auch von mir beschriebene Vorfälle aus anderen Artikeln. Teilweise in anderen Zusammenhängen, aber vom Prinzip her identisch.

Wie dicht das Netz aus Informationen und Kontakten mittlerweile rund um die Welt gespannt ist zeigt auch der aktuelle Vorfall bei Virgin. Man bediente sich bei Flickr für Bildmaterial das dann auch noch in einer Anzeige verwendet wurde.

Prompt bekommt das Unternehmen dafür eins auf die Finger. Denn der dreiste Zug wurde von Nutzern aufgedeckt und im Internet breitgetreten. Ein Ende fand die Geschichte in einer öffentlichen Entschuldigung.

Ein recht hoher Preis den man im Nachhinein betrachtet für ein Bild gezahlt hat. Wenn man denn negative PR überhaupt mit Geld aufwiegen kann. Wieder ein hervorragendes Beispiel das Ehrlichkeit sich auszahlt im Umgang mit seinen Nutzern.

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Die 10 Mio. Megapixel Kamera

Mittwoch, 26. August 2009 14:58

090826_Kameraladen_Saalfelden

So eine Kamera sieht man nicht alle Tage. 10,2 Mio. Megapixel Auflösung. Die Aufnahme ist ein Mitbringsel aus meinem Urlaub.

10.000.000.000.000 = 10 Billionen Pixel – nicht schlecht. Das dürfte auch den letzten Megapixelfan für längere Zeit ruhig stellen. Bleibt nur zu hoffen, dass Deklarationsfehler dieser Art die unnötige Megapixeldiskussion nicht noch weiter anheizen.

Wieso zeige ich das? Weil es (wahrscheinlich ungewollt) hervorragend für die Lüge der Industrie steht, dass man mit mehr Bildauflösung auch “bessere” Bilder machen kann. Dabei ist gerade bei Kompaktkameras die Schwelle vom Nutzen der hohen Bildauflösungen längst überschritten. Die winzigen Chipgrößen und die miserablen Objektive sind gar nicht mehr in der Lage diesen Detailgrad überhaupt adäquat zu liefern den zehn oder mehr Megapixel bedeuten könnten.

In nicht allzu ferner Zukunft dürften Angabe von Megapixeln meiner Meinung nach zwar wirklich unerheblich sein genauso wie es heute bereits nahezu die Speicherkapazitäten von Datenträgern sind. Andere Faktoren gewinnen an Bedeutung und machen die Qualität aus.  Nur mit dem aktuellen Stand der Kameratechnik ist dies nicht der Fall.

Thema: Fotografie / Film | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

StudiVZ – jetzt auch mit Spam

Sonntag, 23. August 2009 14:37

Studivz_Spam

Bisher bin ich entweder in dieser Hinsicht zu naiv gewesen oder hätte es einfach nicht für möglich gehalten – Spam als Direktnachricht in einem sozialen Netzwerk.

Letzten Monat hatte mich die Realität dann aber eingeholt und ich erhielt diese tolle Nachricht. Zu der chronischen Funktionsarmut im StudiVZ kommt für mich jetzt auch noch dazu, dass man sich regelmäßig mit solch nervigen Nachrichten auseinandersetzen darf? Darüber hinaus dachte ich aber eigentlich, dass man mittlerweile einsieht mit solcher Werbung nicht die richtige Wirkung zu erzielen.

Kurze Realitätskorrektur an mich selbst: Logischerweise gibt es immer Trittbrettfahrer die auf lukrative Dienste anspringen, wo sich mehrere Millionen User tummeln. Die Streurate ist zwar gross, aber irgendwer wird schon anbeißen. (Siehe dubiose Twitter Accounts)

Anmerkung an die Spammer: Man hätte sich vielleicht etwas mehr Mühe geben können bei der Programmierung des Bots und der Recherche auf der Seite. StudiVZ ist eine stark deutschsprachig geprägte Plattform und der in der Nachricht vermisste Chat existiert auch bereits auf StudiVZ!

Thema: Sehenswertes | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Ist das der Look der Nachrichtenzukunft?

Donnerstag, 20. August 2009 13:13

Das neue ZDF On-Air Design scheint in den letzten Wochen ja für einigen Gesprächsstoff gesorgt zu haben. Es gab Kritik aus den verschiedensten Ecken.

“Das ist nicht das ZDF” hieß es, oder auch “Zuviel des Guten” (beides sinngemäß).

Nach einigen Gedanken darüber bin ich zum Schluss gekommen, dass es einem Thema sicher ganz gut bekommt, wenn es polarisiert.  Klar wird es einigen Gruppe nicht gefallen. Anderen vielleicht schon. Auch ich muss eingestehen, dass es gewöhnungsbedürftig ist. Nur so kommt aber eine Meinung und somit auch Gesprächsstoff auf.

Nun ist solch ein Schritt ja eine Investition auf lange Sicht. In nicht allzu langer Zeit könnte die Situation schon ganz anders aussehen, denn die Multimedialität nimmt kontinuierlich zu. Vielleicht ist dies ja auch genau die Antwort auf die Frage, wie Nachrichten in einer Welt aussehen, in der der Aspekt “Design” für die Menschen immer wichtiger wird.

Für mich ist dies gut zu vergleichen mit einem neuen Automodell. Beim Marktstart wirkt ein neues Modell im Pool der ganzen “alten” Autos auch ein wenig fremd. Meist gefallen dann die etablierten Modelle besser. Je öfter man es aber sieht, desto mehr positives entdeckt man daran. Das neue Modell wächst sozusagen erst ins Bewusstsein. Nach einer gewissen Zeit fragt man sich dann, was man je an dem “alten” Modell finden konnte. Vielleicht liegt dies auch mit daran, dass ein neues Modell auch auf die Formgeschmäcker der Zukunft abzielt weil es ebenfalls eine Entscheidung auf lange Sicht ist.

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Twitter – ein kurzer Statusbericht

Freitag, 14. August 2009 11:56

Im Rahmen meiner Bachelorthesis beschäftige ich mich momentan intensiv mit der Materie “digitale Kommunikationsstategien”. Twitter ist daher bei mir keine Unbekannte. Bisher sah ich jedoch keinen direkten Anlass für einen Twitter-Account.

Diese Meinung habe ich, unter anderem wegen neuen Erkenntnissen aus der Recherche, mitlerweile geändert. Ich möchte kurz schildern, was mir an Twitter bisher ausgefallen ist – positiv wie negativ. Natürlich sollen meine nachfolgenden Aspekte keinerlei “Vorschriften” darstellen, wie es sich meiner Meinung nach gehört Twitter zu benutzen. Vielmehr soll es eine Art Empfehlung darstellen wie man in meinen Augen einen wirklichen Nutzen aus diesem Dienst ziehen kann.

Positiv

  • Viele Institutionen aus dem Bereich “digitale Kommunikation” sind bei Twitter.
  • Man erhält Infos die man nicht per RSS erhalten würde, da sie zu knapp für einen Blogartikel sind.
  • Dort kursieren anderen Formen von Nachrichten, eher Hinweise & Empfehlungen (logische Folge da nur 140 Zeichen) – auf den Punkt. Meist ein Satz mit Link.
  • Schnelligkeit – News sind ohne Verzögerung im Umlauf.
  • Kumpelartiger Umgang trotz fremder Leute. Offen für Nachfragen.
  • Sehr geprägt durch persönliche Empfehlung. Eine Person steht direkt hinter einer Aussage und wird damit in Verbindung gebracht.
  • Mit entsprechender (Desktop-)Applikation muss man nach einem Großteil der informationen nicht mehr aktiv suchen sondern erhält sie z.B. integriert beim browsen. (Kein Wechsel zu RSS z.B.)

Negativ

  • Viel Spam, fragwürdige Follower.
  • Man schreibt voneinander ab, viele doppelte Infos.
  • Viele Accounts haben keine echte Daseinsberechtigung, da sie nur das weiterleiten was der andere schon verbreitet.
  • “Mißbrauch” als öffenlicher Chat.

Entsprechend dieser Punkte ist bei mir die Nutzung dieses Dienstes geprägt. Ich sehe es als Erweiterung für einen Blogartikel und meinen RSS-Reader. Wo ein Artikel zu sperrig wäre, kommt Twitter zum Einsatz. Dabei versuche ich die oben genannten Punkte zu berücksichtigen. Am wichtigsten erscheint mir hierbei der Faktor “wirklich neuer Input”. Nur in Ausnahmefällen, wenn es wirklich absolut interessant ist, leite ich Infos weiter. Vielmehr versuche ich meine Eindrücke zu fixieren und anderen zugänglich zu machen.

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Die digitale Vernetzung ist in vollem Gange

Montag, 10. August 2009 16:35

Hier ein Account, da ein Login. Wie war nochmal das Passwort? Mit welcher E-Mail Adresse bin ich nochmal bei Website XYZ angemeldet? Sicher keine unbekannten Fragen im Internetdschungel von 2009. Mittlerweile braucht es eine gut ausgebildete Medienkompetenz um hier einen klaren Kopf zu bewahren. Gut das es auch eine Gegenbewegung gibt.

Mit diesem Eintrag möchte ich einen Überblick über meine Beobachtungen im Webbereich geben. Vollständigkeit soll dabei nicht im Vordergrund stehen, sondern vielmehr die Art der Entwicklung. Ich beobachte immer stärker den Trend zur Aggregation von Inhalten. Dienste greifen auf eine Funktion eines Dienstes zu und  kombinieren diese isolierte Funktion mit anderen von weiteren Diensten oder “schnüren” ein nettes Paket aus vielen einzelnen Diensten.

Hier ein ganz kurzer Verweis auf Dienste dieser Art: Friendfeed, Plaxo, Ping.fm, Blummy, Fring, Yoono, Oneriot, Google Friendconnect, Google Wave, Soup

Ich finde es sehr spannend zu sehen, wie die Prognose von Forrester mehr und mehr Form annimmt und live zu beobachten ist. Für Ende 2009 wird dort eine “Vernetzung der Netzwerke” erwartet. Sicher ist diese Entwicklung nicht dermaßen abwägig das sie nicht zu erwarten war. Weitaus interessanter sind sicher die weiteren dort prognostizierten Entwicklungen.

Es gibt an dieser Entwicklung momentan ein größeres Problem, was ich spontan sehe: Die oben genannten Dienste bieten jeweils eine gewisse Aggregation an, jedoch nie komplett. Somit braucht man eigentlich wieder einen Dienst/ Webservice, der die Dienste/ Webservices zusammenführt der bereits die persönlichen Dienste/ Webservices bündelt. Kompliziert… und vor allem ein Rattenschwanz. Hier gibt es noch viel Potenzial für Verbesserungen.

Worin könnte das in naher Zukunft münden? Multimediakollektion als individuell zusammengestelltes Bundle? Einige Dienste gehen ja bereits in diese Richtung. Auch die partielle Öffnung der Social Networks deutet auf eine Vereinheitlichung hin. Eine nicht unwesentliche Bremse dürfte aber hier auch mal wieder der Wirtscahftsfaktor sein. Kein Betreiber will seine Mitglieder gerne mit anderen teilen. Spannend wird es an dem Punkt, an dem diese Forderung von den Usern laut wird…

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Die Sogwirkung einer Community

Donnerstag, 6. August 2009 12:54

Spieler schwärmen davon, Eltern fluchen darüber. Fast feder kennt es -- World of Warcraft (WoW). Sogar als Nichtspieler könnte man durch die umfangreiche Medienberichtertattung dieses Spiel in Grundzügen beschreiben.

In diesem Zusammenhang ist eine Betrachtung im Community-Zusammenhang sehr interessant. WoW dient dabei als Plattform zum Austausch. Nach Ansicht von z.B. Jeff Jarvis ist dies der Schlüssel zum Erfolg in diesem digitalen Aktionsraum der durch das Internet geprägt ist. Man stellt eine Plattform bereit auf Grundlage derer andere ihren Erfolg steigern können. Auf diese Weise findet auf längere Sicht eine authentische Platzierung im Blickfeld der Community statt. Dieses Prinzip beschreibt er in vielfacher Hinsicht in seinem Buch “What Would Google Do?

Wieso die lange Vorrede? Um folgende spannende Dreiecksbeziehung besser nachvollziehen zu können:

Die Firma Mountain Dew hat extra für Gamer ein spezielles Getränk Namens “Game Fuel” auf den Markt gebracht das sich auf WoW bezieht, den eigenen Spot damit branded und sogar auf der Flasche darauf verweist. Der Name der Geschmacksrichtung, “Horde Red” verweist ebenfalls direkt auf das Spiel und seine rivalisierenden Clans. Die Plattform ist also so stark, dass genug Käufer alleine von dieser Anlaufstelle zu erwarten sind.

Und dann noch dies hier: Die Käufer berichten über ihre Eindrücke mit dem Produkt und empfehlen es durch direktes Product Placement in einem Video auf Youtube.

Etwas besseres kann einem kaum passieren. WoW erhält gratis Erwähnung in den Medien und der Öffentlichkeit und die Marke Mountain Dew profitiert von der Community hinter WoW.

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Hilfe für bessere Bilder naht

Sonntag, 2. August 2009 17:48

Mit den Digitalkameras kam auch ein rapider Anstieg der geschossenen Fotos daher. Da bringt man gerne auch mal eine vierstellige Zahl an Aufnahmen aus einem Kurzurlaub mit zurück. “Aufnahmen kosten ja nichts” heißt es häufig, “also knipse ich drauflos”. Leider sieht man dies den Aufnahmen auch entsprechend oft an.

In diesem Sinne möchte ich kurz auf drei große Hersteller eingehen, die sich diesem Thema gewidmet haben. Nikon, Sony und Canon bieten jeweils einen gesonderten Bereich auf ihrer Website an, wo sie Usern zu besseren Bildern verhelfen wollen.

Ich kann mich noch nicht ganz entscheiden, was ich von diesen Seiten halten soll. Einerseits wirken sie zunächst hilfreich für ganz grundsätzliche Themen. Dann aber auch wieder wie eine Pflichtprogramm das abgearbeitet wird weil es gerade schick ist.  Und dann teilweise auch noch reichlich auf Hochglanz getrimmt durch Bildmaterial dass so niemals mit den gezeigten Produkten entstanden sein wird.

Nikon und Canon setzen hier mehr auf die Inszenierung und den “Coolness-Faktor” ihrer Produkte. Sie werden teilweise fiktiven Charakteren zugeordnet und sollen so vielleicht direkter Zielgruppenzugehörigkeiten aufzeigen. Der eigentliche Benefit kommt hier leider etwas zu kurz. Weniger wäre hier glaube ich mehr.

Sony setzt hier wesentlich mehr auf “trockene” Theorie bzw. die Aspekte, die in keinem Grundlagenbuch über Bildästhetik und Komposition fehlen sollten und kombiniert diese Informationen mit den Einstellungen an der Kamera. Die Hilfeseiten erhalten hierdurch einen wesentlich boenständigeren und authentischeren Charakter.

Immerhin ein erster Schritt. Ein Beigeschmack bleibt für mich jedoch. Kann es sein, dass durch solche Webseiten die Motivation für ein tieferes Interesse an der Materie nicht noch weiter gesenkt wird? Immerhin bekommt man ja “alles” was man wissen muss auf dem Silbertablett serviert.

Thema: Fotografie / Film | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon