Beiträge vom Oktober, 2009

Ist der Informationsüberfluss Hemmstoff für unsere Innovationsfähigkeit?

Freitag, 30. Oktober 2009 10:28

Im Zug hat man endlich mal Zeit für einen klaren Gedanken – so geschehen am Freitag Abend als ich selbst gerade gemütlich meine RSS-Feeds lese.

Die Vernetzung der einzelnen Medienkanäle ist schon eine feine Sache kommt mir in den Sinn. Es ist verdammt einfach eine ganze Menge Zeit damit zu verbringen die Medienprodukte anderer Leute lediglich zu konsumieren. Hier eine Bildergalerie angucken, da ein gut gemachtes Video anschauen und dann direkt weiter zum Blog seiner Wahl um die neuesten Gedanken zu einem brandaktuellen Thema nachzulesen …

Mir kommt der Gedanke: Verleiten nicht immer mehr Kanäle die Input ermöglichen dazu zu sagen, dass man selbst gar nichts mehr zum Pool an Informationen und Gedanken beitragen muss? Jede einzelne Person kann sich theoretisch auf so viele Wege informieren, dass es nicht mehr zu bewältigen ist. Eine wichtige Kompetenz besteht für mich bereits darin eine Auswahl zu treffen und Qualitätsunterschiede zwischen den Quellen auszumachen. Natürlich wird es immer eine kleine Gruppe geben die anders denkt und dies erkennt, mir geht es aber um die große Masse der Leute.

Mein eigentlicher Kerngedanke war aber folgender: Innovation kann nur dadurch entstehen, dass eine ausreichend hohe Zahl an Leuten Denkleistungen erbringt und diese auch bereitstellt. Die trügerische Vielfalt an Informationen hemmt diese Motivation allerdings. Die Verknüpfungen der Quellen untereinander bildet ein unendlich verworrenes Netz, dass keiner mehr zu entschlüsseln vermag. Die Gefahr besteht, dass man nur denkt man erfährt etwas Neues. In Wirklichkeit tritt man aber auf der Stelle, denn gegenseitiges referenzieren schafft keine Innovation. Die sicherste Alternative besteht darin, es selbst in die Hand zu nehmen und einen eigenen Wert beizusteuern.

Selbstreflexion und -kritik sind also umso wichtiger je weiter man in die Tiefen des Medienkonsums abtaucht.

Thema: Gedanken | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Freunde als Tauschware – oder: Wie kopiere ich mir einen Freund mit wenigen Klicks?

Donnerstag, 29. Oktober 2009 15:16

091029-facebook_Freunde_cropNeulich bei Facebook: Beim Check der Neuigkeiten meiner Kontakte fällt mir oben rechts im Fenster folgender Hinweis auf: “Person XY hat nur 18 Freunde – hilf ihr mehr zu finden”.

Diese digitale Welt ist schon komisch. Es kommt mir so vor, als ob die Anzahl der Freunde sich proportional zum Mooreschen Gesetz zu verhalten scheint. Alle 24 Monate müssen es doppelt so viele sein um mit dem Trend mitzuschwimmen. Wird es dadurch aber besser? Klar sorgt die Digitalisierung für eine immens gesteigerte Reichweite jedes einzelnen Partizipienten und dadurch auch für mehr Kontakte. Nur diese Art der Ansprache wie sie Facebook betreibt verleitet doch nur so zur Oberflächlichkeit. Zur Steigerung des eigenen Karmas sucht man der betreffenden Person doch gerne mal ein paar Leute von sich raus die er kennen könnte oder nicht? Hauptsache der arme Kerl muss mit seinen “nur” 18 Freunden nicht mehr so traurig und allein darstehen.

Damit will ich nicht sagen “früher war alles besser… jammer jammer”. Nein, damit würde man sich entschieden gegen den Fortschritt wehren und das will ich nicht. Ich bin überzeugt das in jedem Fortschritt etwas positives steckt. Die Herausforderung besteht darin diesen neuen Möglichkeiten angemessen zu begegnen und für sich zu nutzen.

Soziale Netzwerke verschmelzen immer stärken mit unserem “echten” Leben. Sei es bei den so gennanten “Social Games” wo man echtes Geld für Spieldollars eintauschen kann oder einfach nur seine Ansammlung von Kontakten, auch liebevoll “Freunde” genannt. Ein Großteil der Nutzer kann teilweise nicht mehr unterscheiden wo man sich gerade aufhält (digital oder real), davon bin ich überzeugt. Dabei wird die Trennung doch immer wichtiger. Natürlich befinden sich auch in meiner Kontaktliste “echte” Freunde und ich will damit diese auch auf keinen Fall beleidigen. Vielmehr will ich auf die oberflächlichere Handhabung hinweisen. Die kritische Hinterfragung wird immer wichtiger.

Es fängt schon bei der Definition des Wortes “Freund” an. In der digitalen Welt ist dies für mich eher ein “Kontakt” bzw. Teil eines Netzwerks von Kontakten mit denen man untereinander erfolgreicher ist. Freunde kann man doch nicht einfach per Empfehlungsfunktion von Facebook verdoppeln und kopieren wie eine MP3! Sie sind für mich heute genauso rar wie “damals”. Wer 378 “Freunde” bei Facebook hat kann immernoch völlig alleine in der realen Welt darstehen und sich eine Person wünschen auf die er sich verlassen kann. Vielleicht hat die Person der ich mehr “Freunde” empfehlen soll ja auch dieses Verständnis und hat nur die engsten Vertrauten im direkten Wortsinn des “Freundes” in ihrer Kontaktliste.

Und genau hier liegt der Punkt, an dem sich die Medienkompetenz jedes Einzelnen festmacht. Schafft man es einen Nutzen aus den neu verfügbaren Möglichkeiten zu ziehen und sich darüber abzuheben oder schwimmt man in der Masse mit? Der adäquate Umgang und die Wahrung einer kritischen Haltung wird meiner Meinung nach immer wichtiger. Schafft man dies nicht, dann geht jede Kritikfähigkeit verloren.

Thema: Gedanken | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Meine erste Konferenz mit Adobe Connect – So macht Online-Bildung fast schon Spaß

Freitag, 23. Oktober 2009 23:37

Vorletzten Mittwoch war es für mich soweit. Im Rahmen der eVideo Online-Konferenz 2009 habe ich seit sehr langer Zeit (an das Mal davor kann ich mich ehrlich gesagt gar nicht mehr erinnern) bei einer Online-Vorlesung mitgemacht. Zunächst lag meine Motivation hauptsächlich im technischen Interesse, doch der Inhalt der Diskussion war in Nachhinein betrachtet um ein Vielfaches wertvoller. Dies ist aber eine andere Geschichte.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich bin überwältigt was für technische Fortschritte auf diesem Gebiet gemacht wurden. Durch die mittlerweile stark angestiegenen Internetbandbreiten und die krassen softwareseitigen Fortschritte ist solch ein Event sehr gut durchführbar und auch optisch ansehnlich. Waren vor wenigen Jahren noch komplizierte technische Vorbereitungen nötig, loggt man sich heute ganz bequem über den Browser ein und es kann losgehen. Das Zauberwort dafür heißt “Adobe Connect” und bildet das Rückgrat einer solchen Sitzung.

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Abgelaufen ist diese Online-Vorlesung folgendermaßen:

Wie im Screenshot oben zu sehen waren die Moderatoren per Video zugeschaltet. Die auf 40 begrenzten Teilnehmer tauchten links in der Liste auf. Die möglichen Interaktionskanäle (Mikro und/oder Video) der einzelnen Teilnehmer waren auch eingeblendet. Zentrales Element für alle während der eigentlichen “Vorlesung” (zu den Anführungszeichen gleich mehr) war der Chat. Dort konnten spontane Assoziationen, Fragen und Meinungen getauscht werden die von einem der Moderatoren gesammelt und am Ende diskutiert wurden. Ergänzend war parallel zu Adobe Connect eine Art Wiki online geschaltet, wo die zentralen Thesen der Sitzung in Form eines Leitfadens niedergeschrieben waren. Dort konnten sich ebenfalls alle Teilnehmer in schriftlicher Form einbringen und Antworten verfassen. In diesem Fall war es mit Etherpad realisiert.

Zurück zu den Anführungszeichen von weiter oben (“Vorlesung”).

Ich habe es deshalb in Anführungszeichen gesetzt, weil das Wort selbst den veralteten Gedanken des top-down Lernens impliziert. Der Lehrende trägt in diesem Fall ein vordefiniertes Spektrum an Informationen vor. Eine Dynamik ist nicht vorgesehen.

Die Teilnehmer haben im Wortsinn aber nichts “vorgelesen” bekommen sondern wurden aktiv zur Anteilnahme herausgefordert. Die Thesen im Etherpad wurden mit einer vielfachen Menge an Informationen ergänzt, die die Teilnehmer selbst beigesteuert haben. Die Sitzung bekam dadurch einen sehr dynamischen Charakter. Auf Fragen wurde direkt und ausführlich eingegangen und eine Diskussion eröffnet die vorher nicht geplant war. Der positive Eindruck kam bei mir zu großen Teilen dadurch zu Stande.

Dieses Modell entspricht auch meiner Überzeugung. Der aktuelle Status dieser Technik hat bei weitem nichts mehr gemein mit den experimentellen Anfängen. Durch tolle Fortschritte in der Internetkommunikation und Vereinfachung von vielen Schnittstellen halte ich es jetzt bereits fast für massentauglich. Natürlich läuft es auch heute noch mit Ecken und Kanten wie man im online verfügbaren Mitschnitt leicht sehen kann.

Doch wesentliche Voraussetzungen sind bereits vorhanden wie ich finde. In einigen Jahren könnte ich mir wirklich vorstellen von zu Hause aus ähnlich wie in einer gut vorbereiteten Vorlesung Thesen zu diskutieren und ein Ergebnis dann in interaktiver Form festzuhalten. Ein von allen erstelltes und mitgedachtes Skript sozusagen. Aber da denke ich wahrscheinlich noch viel zu klassisch und altbacken. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten die Entwicklung auf diesem Gebiet in den nächsten Jahren zu sehen.

Wie seht ihr das?

Thema: Angetestet | Kommentare (1) | Autor: Simon

Gutes Design in Köln – Forum Mediendesign 2009 der RFH

Mittwoch, 21. Oktober 2009 10:05

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Am 07.11.09 um 13.00 Uhr ist es zum dritten Mal soweit. Die RFH Köln lädt zum Forum Mediendesign 2009 ein. Die diesjährige Veranstaltung steht unter dem Motto “Gutes Design (weckt Emotionen)”. Wieder sind hochkarätige Gäste aus der Designbranche eingeladen und berichten über ihre Arbeit und Erfahrungen. Die Referenten sind unter anderem:

  • Designer Prof. Fons Hickmann
  • Medien-Künstler Prof. Joachim Sauter
  • Götz Ullmer von Jung von Matt
  • Trendforscher Prof. Peter Wippermann
  • Fotograf Dieter Blum

Wie die Jahre zuvor wurde das Forum Mediendesign auch 2009 wieder unter der Leitung von Prof. Martin Teschner in Zusammenarbeit mit Studenten des dritten und vierten Semesters aus dem Fachbereich Mediendesign konzipiert und organisiert. Das diesjährige Konzept knüpft an die Vorjahre an und thematisiert erneut ganz alltägliche “Probleme” eines Designers mit einer guten Prise (Selbst)ironie. Die Frage “was macht gutes Design aus?” wird in der Designbranche so kontrovers wie kaum eine andere diskutiert und sorgt auf jeden Fall für eine Menge Gesprächsstoff.

Die Veranstaltung ist gleichzeitig auch als Plattform zum direkten Austausch und Erweiterungsmöglichkeit für den eigenen Horizont konzipiert. Im an die Veranstaltung stattfindenden Get-Together kann man mit den Referenten aber auch anderen Besuchern oder Studenten ins Gespräch kommen und so wertvolle Praxisinfos erhalten.

Auf der zugehörigen Microsite kann man bereits jetzt seinen ganz persönlichen Beitrag in Bezug auf Gutes Design abgeben. Die bisherige Resonanz ist sehr vielfältig und teilweise sehr tiefgründig.

Aus eigener Erfahrung vom Besuch der letzten beiden Veranstaltungen kann ich sagen, das dies ein absoluter Pflichttermin für jeden designaffinen Menschen aus dem Raum Köln ist! In den Vorträgen kann man hochgradig nützliches Wissen und Tipps tanken und geht am Ende mit einem selten guten Gefühl nach Hause.

Was ist gutes Design? from Forum Mediendesign on Vimeo.

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Hornbach Projektbuch – kreative crossmediale Reichweitenverlängerung

Freitag, 16. Oktober 2009 22:17

Bei der Konzeption einer Crossmedia-Kampagne ist ein wichtiges Ziel die Vernetzung der einzelnen Kommunikationskanäle.

“Wie schafft man es ein Gesamterlebnis zu konzipieren und den Rezipienten crossmedial in die Produktbotschaft zu involvieren” lautet die übergeordnete Fragestellung mit der man sich als Konzepter herumschlägt.

In Zeiten sinkender Investitionen bei klassischen Medien ist jede anderweitig angesiedelte Reichweitenverlängerung ein willkommener Anker ins Bewusstsein der Konsumenten.

Neulich in der Mayerschen in Köln: Was steht denn da im Regal? Das Hornbach Projekt-Buch.

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Eine tolle Idee die Kampagnenidee sprichwörtlich ins heimische Wohnzimmer zu verlängern und langfristig mit der Marke in Kontakt zu bringen. Die Leitidee kann wohl kaum besser mit dieser Kommunikationsmaßnahme harmonieren. Auf der Rückseite wird dies auch nochmals schön verdeutlicht:

“Mit Hornbach wird gebaut und nicht gebastelt.” Wer zu Hornbach kommt, dem werden nicht Heimwerkerartikel verkauft, sondern dem wird geholfen, ein Projekt erfolgreich zu realisieren. …

Im Buch sind über 50 Projekte ausführlich vorgestellt und sollen zum nachbauen anregen. An all die Kreativen da draußen: Mehr von solchen Ideen!

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Aus der Print-Krise mit neuen Nischen

Mittwoch, 14. Oktober 2009 16:21

Gruner + Jahr geht neue Wege bei seinen Druckerzeugnissen. Ab diese Woche stehen dem Leser im Zeittungsregal drei neue Männermagazine zur Auswahl. Das Verlagshaus will damit neue Nischen erreichen. Die Objekte der Begierde für die Leser sollen im Einzelnen sein: Gala Men, Business Punk und Beef!. Die einzelnen Zeitschriften richten sich anscheinend gezielt an eine kleine Zielgruppe, was schon die Slogans erkennen lassen:

Gala MEN – Die erste Gala für Männer mit Stil

Business Punk -Work Hard. Play Hard.

Beef! – Für Männer mit Geschmack

Mein Eindruck: MUTIG! – Steht das Verlagshaus doch nicht gerade optimal dar bezüglich seiner Bilanz. Erstaunlich finde ich den Testlauf mit gleich drei Nischenansätzen. Nur ob diese Maßnahme entscheidend zur Besserrung der Situation beiträgt ist fraglich. Denn kleine Nischenprodukte sind leider die teuerste Variante der Zielgruppenansprache.

Nach Abklingen der ersten Aufregung wird sich zeigen ob die Konzepte Potenzial haben und es tatsächlich so viele alternative Typen von Männern gibt die die Ausgaben auch wirklich kaufen.

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Freemium – Erfolgsmodell für Digitalcontent?

Samstag, 10. Oktober 2009 10:57

Das Konzept scheint einfach und erfolgversprechend – biete exklusiven Content gut verschlüsselt in einem exklusiven Mitgliederbereich an und bitte deine Interessenten dafür zur Kasse. Diese zahlen dafür natürlich gerne, denn sie erhalten ja auch eine entsprechende Gegenleistung. Auf kurze Sicht bringt diese Art der Bindung wirklich den erhofften Geldfluss und funktioniert in der Theorie auch. Langfristig ist dies aber fraglich und praktisch gibt es dabei einige Tücken.

Ein spontanes Beispiel: Der lange Trudelkurs der Times mit paid-content, bis schließlich das Online-Archiv doch frei zugänglich war.

“Das Ende der klassischen Medien” … “Das Internet macht alles kaputt” höre ich schon die Gegenseite schreien…

Meine Theorie: Keiner ist schuld daran, es ist lediglich eine Verkettung von aufeinander aufbauenden Umständen, denn:

Das Internet ist gekennzeichnet durch einen hochgradigen Überfluss an allem. Nahezu alles ist auffindbar und das auch noch vielfach redundant. In jedem Markt ist Preisverfall die logische Folge bei einem Überangebot. Warum also nicht auch im “Markt” des Informationsangebots. Im Fall des digitalen Contents ist einfach nur die absolute Null-Grenze erreicht.

…Erneuter Aufschrei… OK, OK eine Einschränkung:

Es wäre sicherlich falsch, die Inhalte der Times, Zeit, Spiegel und des Handelsblatts etc. (alles nur exemplarisch) mit frei zugänglichen Inhalten gleich zu setzen die womöglich auch noch auf eigener Meinung basieren.

ABER: Auch in dieser Hinsicht hat sich die Situation verändert. Noch vor einigen Jahren von Jean-Remy von Matt als “Klowände des Internets” beschimpft, haben sich Blogs einem starken qualitativen Wandel unterzogen. Unternehmen, Manager und Anwälte führen mittlerweile auch Blogs und liefern damit teilweise hochinformativen Input. Über die experimentelle Meinungsäußerung von einigen Teenagern in Gründerzeiten von blogger geht dies weit hinaus. Über Verlinkungen auf die Nachrichtenseiten von diesen professionellen (teils hochfrequentierten) Blogs aus profitieren plötzlich also auch die “Großen”.

Wo ist also der Haken die Inhalte zugänglich zu machen? Die potenziell unendlichen Verlinkungen bedeuten ein Vielfaches an Seitenbesuchern gegenüber den zahlenden Kunden auch wenn auf den ersten Blick etwas “umsonst” hergegeben wird.

Ich versuche mal ein Profil von einem durchschnittlichen Informationssuchenden zu erstellen. Auf der Suche nach Informationen bemüht dieser im ersten Schritt eine Suchmaschine seiner Wahl. Dann

  • möchte er unkompliziert und schnell an den gewünschten Input gelangen.
  • bedeuten Anmeldevorgänge sofort das Aus für die betreffende Seite wo die Information stehen könnte da andere es einfacher anbieten.
  • scheiden alle kostenpflichtigen Angebote sofort aus, da es mindestens ein anderer auch gratis bietet
  • steht der Inhalt im Vordergrund und erst dann die Seite selbst so lange die Quelle stimmt. Die Erfahrung hat ihm gezeigt, das es mittlerweile im Internet genug qualitativen Content gibt und die Verfasser auch unter “Leistungsdruck” stehen und sich gegen andere profilieren wollen.
  • sind Verweise auf Nachrichtenquellen in einem Artikel eine willkommene Anreicherung. (Hier schließt sich der Kreis)

Das eigentlich interessante Geschäft ist doch nicht das mit den Endkunden, sondern die Bindung von ganzen Nutzergruppen. Die dort untereinander gegebenen Empfehlungen sind darüber hinaus nochmals ein Vielfaches von Adclicks wert. Wieso also nicht eine Basisversion frei zur Verfügung stellen und als Bonbon noch denen einen Exklusivpaket schnüren, die nicht genug bekommen können? Voila: Freemium (Verschmelzung aus “Free” und “Premium”)

Bei vielen Webdiensten funktioniert es, wieso also nicht auch bei digitalen Inhalten?

Zwei prominente Beispiele aus der Musikbranche sind das kostenlose Nine Inch Nails Album mit optionaler kostenpflichtiger Special Edition und das Live-Album von Coldplay.

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Memory Sweep – RAM freigeben beim iPhone

Dienstag, 6. Oktober 2009 10:01

091006-memory_sweep_appApps stocken plötzlich und brauchen ungewöhnlich lange zum starten? Zu wenig freier Arbeitsspeicher lautet die leidige Antwort. Besonders bei Spielen auf dem iPhone macht sich nicht wieder freigegebener Arbeitsspeicher schnell negativ bemerkbar. Der “offizielle” Workaround lautet iPhone neustarten um nicht beendete Prozesse loszuwerden.

Es geht aber auch anders: mit der App Memory Sweep. Die einzige Funktion erfüllt sie dabei schnell und effizient – RAM freigeben. Interessenten sollten sich allerdings beeilen. Apple ist aktuell dabei, bei allen Apps diese Funktion zu verbieten. Memory Sweep ist komischerweise davon (noch) nicht betroffen. Viele andere Apps leider schon.

Also los, denn es ist darüber hinaus auch noch kostenlos.

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Evian – Wenn Wasser zum Designobjekt wird

Samstag, 3. Oktober 2009 11:33

Wie mache ich etwas alltägliches wie Mineralwasser zu etwas ganz besonderem?

Ganz einfach -- Man nehme einen Designer der einem eine spezielle Flasche entwirft, biete diese in einer limitierten Auflage an und gebe sein auch so schon exklusives Nass in diese hinein.

Genau das hat Evian getan und ein Flaschendesign von Designer Paul Smith entwerfen lassen. Das Video unten zeigt das Shooting und die Intention dazu.

Ein netter Zug um sich ins Gespräch zu bringen wie ich finde. Zumal es zur Marke passt diesen etwas exklusiveren Anspruch zu haben. Wo doch auch der besondere Ursprung des Wassers in der regulären Werbung als Produktnutzen hervorgehoben wird passt auch eine designte Flasche gut ins Bild.

Die Aufladung des Produkts mit zusätzlichen Werten und/ oder die künstliche Verknappung (Limited Edition) haben sich schon vielfach bewährt wenn es darum geht den Konsumenten zu locken. In diesem Fall ist die Zusammenarbeit sogar sehr authentisch wie ich finde. Wie Paul Smith im obigen Video erklärt steckt auch ein Stück seines Charakters in seinem Design. Zudem identifiziert er sich schon eine sehr lange Zeit mit dem Produkt selbst da er es seit Jahren trinkt. Durch diesen Umstand erhält die designte Flasche für die Käufer und Kenner von Paul Smith sicher noch eine wesentlich tiefere Bedeutung.

Darüber hinaus erlangt natürlich auch der Claim “Live Young” von Evian eine starke Aufwertung, denn Paul Smith repräsentiert selbst auch diese Werte. Insgesamt ein harmonisches Paket kann man sagen.

Thema: Sehenswertes | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon