Ist der Informationsüberfluss Hemmstoff für unsere Innovationsfähigkeit?
Freitag, 30. Oktober 2009 10:28
Im Zug hat man endlich mal Zeit für einen klaren Gedanken – so geschehen am Freitag Abend als ich selbst gerade gemütlich meine RSS-Feeds lese.
Die Vernetzung der einzelnen Medienkanäle ist schon eine feine Sache kommt mir in den Sinn. Es ist verdammt einfach eine ganze Menge Zeit damit zu verbringen die Medienprodukte anderer Leute lediglich zu konsumieren. Hier eine Bildergalerie angucken, da ein gut gemachtes Video anschauen und dann direkt weiter zum Blog seiner Wahl um die neuesten Gedanken zu einem brandaktuellen Thema nachzulesen …
Mir kommt der Gedanke: Verleiten nicht immer mehr Kanäle die Input ermöglichen dazu zu sagen, dass man selbst gar nichts mehr zum Pool an Informationen und Gedanken beitragen muss? Jede einzelne Person kann sich theoretisch auf so viele Wege informieren, dass es nicht mehr zu bewältigen ist. Eine wichtige Kompetenz besteht für mich bereits darin eine Auswahl zu treffen und Qualitätsunterschiede zwischen den Quellen auszumachen. Natürlich wird es immer eine kleine Gruppe geben die anders denkt und dies erkennt, mir geht es aber um die große Masse der Leute.
Mein eigentlicher Kerngedanke war aber folgender: Innovation kann nur dadurch entstehen, dass eine ausreichend hohe Zahl an Leuten Denkleistungen erbringt und diese auch bereitstellt. Die trügerische Vielfalt an Informationen hemmt diese Motivation allerdings. Die Verknüpfungen der Quellen untereinander bildet ein unendlich verworrenes Netz, dass keiner mehr zu entschlüsseln vermag. Die Gefahr besteht, dass man nur denkt man erfährt etwas Neues. In Wirklichkeit tritt man aber auf der Stelle, denn gegenseitiges referenzieren schafft keine Innovation. Die sicherste Alternative besteht darin, es selbst in die Hand zu nehmen und einen eigenen Wert beizusteuern.
Selbstreflexion und -kritik sind also umso wichtiger je weiter man in die Tiefen des Medienkonsums abtaucht.
Neulich bei Facebook: Beim Check der Neuigkeiten meiner Kontakte fällt mir oben rechts im Fenster folgender Hinweis auf: “Person XY hat nur 18 Freunde – hilf ihr mehr zu finden”.


Apps stocken plötzlich und brauchen ungewöhnlich lange zum starten? Zu wenig freier Arbeitsspeicher lautet die leidige Antwort. Besonders bei Spielen auf dem iPhone macht sich nicht wieder freigegebener Arbeitsspeicher schnell negativ bemerkbar. Der “offizielle” Workaround lautet iPhone neustarten um nicht beendete Prozesse loszuwerden.
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