Beitrags-Archiv für die Kategory 'Sehenswertes'

Netzwerk freies Wissen – Report 2009

Samstag, 12. September 2009 10:54

Mit der Piratenpartei an forderster Front – klarmachen zum ändern! – und der Debatte um die Internetzensurgesetze direkt dahinter ist die Welle der Empörung in den letzten Monaten ja ausgiebig durch Deutschland geschwappt. Dabei ist leider so manche Tiefgründigkeit auf der Strecke geblieben und es war auch nur die Spitze des Eisbergs.

Das es auch anders geht zeigt das Netzwerk Freies Wissen. Durch gezielte Thematisierung setzen die Mitwirkenden auf die Klärung von undurchsichtigen Punkten in dieser sehr umfassenden und kaum zu durchschauenden Debatte und fügen außerdem noch einen wichtigen Baustein hinzu – sie fixieren die Argumentation multimedial.

Unter dem Motto “Wem gehört das Wissen der Welt?” ist der Wissensallmende Report 2009 erschienen. Dieser beschäftigt sich ausführlich mit der Gleichberechtigung beim Zugang zu Wissen und der Problematik der Privatisierung. Unten findet sich der Trailer zum Report.

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Die Erde von (ganz) oben – Claudius Diemer

Sonntag, 6. September 2009 12:58

Was passiert wenn ein Foto-Ingenieur und Geograf Satellitenaufnahmen der Erde nimmt und in einen Bildband packt? Das hier.

Claudius Diemer zeigt in seinem Buch “Das Gesicht der Meere”, zu was Wettersatelliten alles fähig sind wenn man ein ausreichend ausgeprägtes Verständnis von Bildästhetik besitzt. In einem ähnlichen Stil wie Yann Arthus-Bertrand (Die Erde von oben) inszeniert er unseren Planeten, geht von der Entfernung aber noch einen Schritt weiter – ins Weltall.

Wenn alles so läuft wie geplant kann man bei Bedarf ja bald vielleicht auch solche Aufnahmen mit der eigenen Kamera aus “Space Ship Two” machen. Bis dahin kann man sich ja mit dem Bildband vergnügen.

Ein wirklich sehenswerter Bildband!

Thema: Fotografie / Film, Sehenswertes | Kommentare (1) | Autor: Simon

StudiVZ – jetzt auch mit Spam

Sonntag, 23. August 2009 14:37

Studivz_Spam

Bisher bin ich entweder in dieser Hinsicht zu naiv gewesen oder hätte es einfach nicht für möglich gehalten – Spam als Direktnachricht in einem sozialen Netzwerk.

Letzten Monat hatte mich die Realität dann aber eingeholt und ich erhielt diese tolle Nachricht. Zu der chronischen Funktionsarmut im StudiVZ kommt für mich jetzt auch noch dazu, dass man sich regelmäßig mit solch nervigen Nachrichten auseinandersetzen darf? Darüber hinaus dachte ich aber eigentlich, dass man mittlerweile einsieht mit solcher Werbung nicht die richtige Wirkung zu erzielen.

Kurze Realitätskorrektur an mich selbst: Logischerweise gibt es immer Trittbrettfahrer die auf lukrative Dienste anspringen, wo sich mehrere Millionen User tummeln. Die Streurate ist zwar gross, aber irgendwer wird schon anbeißen. (Siehe dubiose Twitter Accounts)

Anmerkung an die Spammer: Man hätte sich vielleicht etwas mehr Mühe geben können bei der Programmierung des Bots und der Recherche auf der Seite. StudiVZ ist eine stark deutschsprachig geprägte Plattform und der in der Nachricht vermisste Chat existiert auch bereits auf StudiVZ!

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Die Sogwirkung einer Community

Donnerstag, 6. August 2009 12:54

Spieler schwärmen davon, Eltern fluchen darüber. Fast feder kennt es -- World of Warcraft (WoW). Sogar als Nichtspieler könnte man durch die umfangreiche Medienberichtertattung dieses Spiel in Grundzügen beschreiben.

In diesem Zusammenhang ist eine Betrachtung im Community-Zusammenhang sehr interessant. WoW dient dabei als Plattform zum Austausch. Nach Ansicht von z.B. Jeff Jarvis ist dies der Schlüssel zum Erfolg in diesem digitalen Aktionsraum der durch das Internet geprägt ist. Man stellt eine Plattform bereit auf Grundlage derer andere ihren Erfolg steigern können. Auf diese Weise findet auf längere Sicht eine authentische Platzierung im Blickfeld der Community statt. Dieses Prinzip beschreibt er in vielfacher Hinsicht in seinem Buch “What Would Google Do?

Wieso die lange Vorrede? Um folgende spannende Dreiecksbeziehung besser nachvollziehen zu können:

Die Firma Mountain Dew hat extra für Gamer ein spezielles Getränk Namens “Game Fuel” auf den Markt gebracht das sich auf WoW bezieht, den eigenen Spot damit branded und sogar auf der Flasche darauf verweist. Der Name der Geschmacksrichtung, “Horde Red” verweist ebenfalls direkt auf das Spiel und seine rivalisierenden Clans. Die Plattform ist also so stark, dass genug Käufer alleine von dieser Anlaufstelle zu erwarten sind.

Und dann noch dies hier: Die Käufer berichten über ihre Eindrücke mit dem Produkt und empfehlen es durch direktes Product Placement in einem Video auf Youtube.

Etwas besseres kann einem kaum passieren. WoW erhält gratis Erwähnung in den Medien und der Öffentlichkeit und die Marke Mountain Dew profitiert von der Community hinter WoW.

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Empfehlungsmarketing at its best

Freitag, 17. Juli 2009 16:16

Das obige Video wird derzeit intensiv durch Twitter, Youtube und andere soziale Netzwerke gereicht. Trotzdem möchte ich diese Thematik nochmals aufgreifen, da die dort präsentierte Mechanik der Konsumenteninteraktion hervorragend die neue Herausforderung für Unternehmen im Internetzeitalter veranschaulicht.

Es zeigt sehr anschaulich die enge Verknüpfung und die Intensität mit der mittlerweile Austausch betrieben wird (und nun auch technisch betrieben werden kann). Diese Art der Vernetzung war noch vor wenigen Jahren undenkbar. Für Unternehmen bedeutet dies auch gleichzeitig: Die Zeit in der man Produkte auf den Markt “wirft” und hofft das es einfach so läuft ist vorbei. In diesem engmaschigen Netz haben Verschleierungsversuche keinen Platz und werden gnadenlos aufgedeckt.

Nie waren die Konsumenten kritischer. Der heutige Konsument schluckt nicht mehr kommentarlos die medialen Werbebrocken und rennt anschließend in den Laden um das beworbene Produkt zu kaufen. Eher geht es rückwärts wieder aus dem Laden, weil er vor dem Regal noch kurz in Echtzeit die Preise und Rezensionen checkt.

Man muss dort hin, wo der potenzielle Kunde sich aufhält und auf seine Bedürfnisse eingehen. Mit zunehmender Vernetzung wird es umso wichtiger über alle Kanäle ein homogenes Bild vom Unternehmen zu präsentieren und vor allem auch nicht nur als Marke aufzutreten. Idealerweise bietet man vordergründig einen Nutzen und stellt die Marke dezent in den Hintergrund.

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Augmented Reality bei Lego

Sonntag, 28. Juni 2009 17:04

Vor kurzem habe ich ja über die gestiegene Ernsthaftigkeit im Zusammenhang mit dem Trend der „Augmented Reality“ geschrieben und mich positiv darüber geäußert.

Hier ist nun ein weiterer schöner Ansatz von Lego. Dort können die Kinder im Store die Packung in eine Kamera halten und bekommen das aufgebaute Modell auf dem Karton in ihren Händen präsentiert. Tolle Anwendung und super auf die Zielgruppe abgestimmt.

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Augmented Reality wird allmählich erwachsen

Dienstag, 16. Juni 2009 21:27

In den letzten Jahren wurde die Vision der „Augmented Reality“, also einer erweiterten Realität durch Zuhilfenahme von Technik, ja immer wieder thematisiert und auch immer konkreter. In Zukunft soll man sich so z.B. für die jeweilige Situation hilfreiche Zusatzinformationen in sein Blickfeld holen können. Natürlich alles Nach Bedarf.

Mini hat ja vor einiger Zeit mit der interaktiven Print-Kampagne für das neue Mini Cooper Cabrio vorgemacht wie dies in einfacher Form aussehen kann. Damals wurden auf der Rückseite von Magazinen Trackingfelder in Umlauf gebracht. Diese sollte man dann auf der Seite zur Kampagne in seine Webcam halten. Wie von Zauberhand wurde so live vor den Augen des Betrachters das Objekt der Begierde auf den Monitor gezaubert und konnte nach Belieben durch bewegen der Zeitung gedreht werden.

Soweit ich weis war Mini einer der ersten die die Verknüpfung von Print und Online auf diese Weise verwirklicht haben und hat auch für einen entsprechenden Aha-Effekt gesorgt. Das die Software nur mit dem Internet Explorer läuft soll hier mal nicht weiter von Bedeutung sein.

Viel wichtiger bei einer integrierten Kampagne ist ja ein echter Nutzwert für den Konsumenten. Natürlich kann man den Spaßfaktor auch als Nutzen sehen, gerade in Bezug auf die angepeilte Zielgruppe, besonders langfristig ist dies jedoch nicht. Denn irgendwann hat man ja schließlich alles Seiten des Autos gesehen.

Ich möchte die Idee keineswegs schlecht reden. Nur was ich soeben in dieser Hinsicht gefunden habe geht wirklich einen Schritt weiter und vor allem in eine sehr vielversprechende Richtung.

USPS hat nun ebenfalls solch eine Seite geschaltet. Dort kann man sich die benötigte Trackingmarke ausdrucken und live seine Paketsendung vermessen. Die verschiedenen Paketgrößen kann man einfach anklicken und werden um den Trackingpunkt projeziert – ein echter Nutzwert. So kann der Benutzer schon von zu Hause klären, welche Kosten auf ihn zukommen und wie man das Format seiner Sendung evtl. optimieren kann. Es ist auch möglich die Sendung “in” das virtuelle Paket zu legen um so direkt zu vergleichen.

Die bisher als reine Funapplikation eingesetzte Idee wird also langsam „erwachsen“. Insgesamt eine tolle Entwicklung. Man kann jetzt schon auf den nächsten Schritt in dieser Richtung gespannt sein. Es gibt noch so viel Potenzial.

Thema: Sehenswertes | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon