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Fanta ist jetzt gesund!

Mittwoch, 15. Juli 2009 12:36

Die Zeiten werden rauher. Die modernen Konsumenten achten heute stärker als in der Vergangenheit auf ihre Ernährung. Da will man doch als Marke um jeden Preis ein bißchen gesünder rüberkommen. Wenn nichts mehr geht springt man eben auf den Zug “green brand” auf und die Kunden kommen wie von Zauberhand. Schön wärs!

090715-Fanta_LitfassFanta versucht sich aktuell auch mit dieser Masche. Das Bild stammt von letzter Woche in Köln. Der Widerspruch war für mich so groß, dass es mir eine Aufnahme wert war. Für mich stellt sich hier akut die Frage: Hat man nichts gelernt?

Der Erfolg dieser Strategie ist doch mehr als fraglich. Fanta ist wohl die Limonade schlechthin. Wer schon so ein Getränk kauft, tut dies sicher nicht um sich etwas Gutes zu tun.

Trotzdem ziert die Anzeige die Headline “Ohne künstliche Farbstoffe und Aromen”

Wieso fokussiert man auf den einzig positiven Aspekt dieses Produkts, wo doch so viele Fakten gegen die Tatsache sprechen und diesen auch um Längen überwiegen?

Katjes ist mit seiner ähnlich fraglichen Ansprache “Yoghurtgums – ohne Fett” doch auch grandios gestolpert. Erstens stimmte die Aussage noch nicht einmal und zweitens haben Weingummis natürlich einen ordentlichen Anteil Zucker. Schade, da hat wohl jemand bei Katjes wie auch bei Fanta seine Hausaufgaben nicht gemacht. Mit Konsumenten macht man so etwas nicht!

Für mich ein klares Anzeichen dafür, dass man krampfhaft versucht von einem mehr und mehr belasteten Image wegzukommen. In Zeiten einer verschärften Gesundheitsdebatte sicher kein leichter Stand unter den kritischen Augen der Gesellschaft.

Thema: Werbung | Kommentare (1) | Autor: Simon

Öko und V12 – wie passt das zusammen?

Freitag, 3. Juli 2009 12:22

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und der endlosen Highways genießen Benzinmotoren mit Bierkruggroßen Kolben, vorzugsweise 8 an der Zahl und arangiert in einem V,  ja traditionell eine fast unverrückbare Assoziation in Verbindung mit Freiheit, Eigenständigkeit und Mobilität.

Dieselmotoren, in Europa weit verbreitet, haben in den USA in der Vergangeheit wenig Beachtung gefunden. Doch auch in den USA sind die Spritpreise exorbitant gestiegen und man sieht einen Ansatz zum Umdenken. Audi ist dort momentan mit seiner “Clean Diesel” Initiative präsent und auf Kundenfang. Man wirbt mit  der Wirtschaftlichkeit und dem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt. Sogar Spots sind dort zu bewundern, in einem von diesen werden die “bösen” Ölfässer zurück auf ein Schiff verbannt. Denn jetzt braucht man das ganze Öl ja nicht mehr durch den Diesel.

Das ist die eine Seite der Münze. Auf der anderen Seite steht ein Auto Namens Audi Q7 V12 TDI. Ein SUV angetrieben von einem V12 (!) Dieselmotor mit knappen 500 PS, adaptiert aus dem Rennsport. Dieser wird zwar aktuell nur in Deutschland angeboten, jedoch ging die Meldung um die Welt und der Motor wurde auch dort beworben im Rahmen der Detroit Auto Show (allerdings im R8 Concept Car).

Wie passt das noch zusammen im Rahmen eines homogenen Unternehmensbildes? Klar drückt sich hier der Claim “Vorsprung durch Technik” durch die Rennsportgene im Auto aus. Doch überwiegt nicht das riesige Fragezeichen in Bezug auf die Notwendigkeit eine solche Motorisierung anzubieten? Sollte sich die Umweltdiskussion weiter zuspitzen könnte solch ein Spagat auch schnell zum unliebsamen Klotz am Bein werden.

Thema: Gedanken | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon