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Sind Computerspiele eine interaktive Filmform der Zukunft?

Sonntag, 25. April 2010 13:41

Computerspiele haben in jüngster Zeit einen gewaltigen Schub erlebt. Man schaue sich nur die nach einander getoppten Alltime-Verkaufsrekorde von GTA 4 und Call of Duty: Modern Warfare 2 an. Beide haben für mich eins gemeinsam: Eine packende und intensive Story, in die man reingesogen wird und vor allem spannende Charaktere die Identifikationspotenzial besitzen. Beides Elemente aus dem Film. Ein Blick auf einen Trailer bestätigt dies:

Auch von der Dramaturgie und Kameraführung wirken diese Trailer keinesfalls mehr “unüberlegt”. Ein besonders gutes Beispiel ist hier der Launch-Trailer von Crysis finde ich -- blendet man die Computergrafik aus, dann könnte das auch gut ein Trailer für einen Film sein. Erzählweise, Schnitt und Komplexität der Story sind auf einem sehr hohen Niveau. Der Übergang zum Film verwischt zunehmend finde ich.

Auffällig ist dabei: Immer mehr neue oder angekündigte Spiele nutzen derartige Elemente. Das ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber “älteren Spielen”. Die Industrie scheint hier gezielt zu investieren. Jüngstes Beispiel: Die Story für “Crysis 2″, dem Nachfolger des Grafikmonsters Crysis, wird von einem Bestseller-Science-Fiction-Autor entwickelt. Die immer perfekter werdende Grafik steuern ihr übriges zum Paket dazu. Man schaue sich nur die mittlerweile auch schon zwei Jahre alte “CryEngine 2″ an um einen wagen Ausblick zu erhalten was in sehr naher Zukunft möglich sein wird. Der Nachfolger ist ja auch schon bereits angekündigt.

Ich versuche mich abschließend mal an einem ganz bescheidenen Zukunftsszenario (fast alles davon ist schon erhältlich): Man sitzt (oder steht, denn das Controllerkonzept der Wii kommt ja auch auf andere Konsolen) mit seiner Playstation 4 am Bildschirm mit Ambilight und greift phasenweise in eine perfekt inszenierte Story ein die man über das Internet im Multiplayer mit seinen Freunden durchlebt -- in 3D natürlich. Diesen Grad an Immersion muss einem erstmal einer beim Film bieten, gar nicht so einfach.

Thema: Fotografie / Film | Kommentare (1) | Autor: Simon

Meine erste Konferenz mit Adobe Connect – So macht Online-Bildung fast schon Spaß

Freitag, 23. Oktober 2009 23:37

Vorletzten Mittwoch war es für mich soweit. Im Rahmen der eVideo Online-Konferenz 2009 habe ich seit sehr langer Zeit (an das Mal davor kann ich mich ehrlich gesagt gar nicht mehr erinnern) bei einer Online-Vorlesung mitgemacht. Zunächst lag meine Motivation hauptsächlich im technischen Interesse, doch der Inhalt der Diskussion war in Nachhinein betrachtet um ein Vielfaches wertvoller. Dies ist aber eine andere Geschichte.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich bin überwältigt was für technische Fortschritte auf diesem Gebiet gemacht wurden. Durch die mittlerweile stark angestiegenen Internetbandbreiten und die krassen softwareseitigen Fortschritte ist solch ein Event sehr gut durchführbar und auch optisch ansehnlich. Waren vor wenigen Jahren noch komplizierte technische Vorbereitungen nötig, loggt man sich heute ganz bequem über den Browser ein und es kann losgehen. Das Zauberwort dafür heißt “Adobe Connect” und bildet das Rückgrat einer solchen Sitzung.

091025-Adobe_Connect

Abgelaufen ist diese Online-Vorlesung folgendermaßen:

Wie im Screenshot oben zu sehen waren die Moderatoren per Video zugeschaltet. Die auf 40 begrenzten Teilnehmer tauchten links in der Liste auf. Die möglichen Interaktionskanäle (Mikro und/oder Video) der einzelnen Teilnehmer waren auch eingeblendet. Zentrales Element für alle während der eigentlichen “Vorlesung” (zu den Anführungszeichen gleich mehr) war der Chat. Dort konnten spontane Assoziationen, Fragen und Meinungen getauscht werden die von einem der Moderatoren gesammelt und am Ende diskutiert wurden. Ergänzend war parallel zu Adobe Connect eine Art Wiki online geschaltet, wo die zentralen Thesen der Sitzung in Form eines Leitfadens niedergeschrieben waren. Dort konnten sich ebenfalls alle Teilnehmer in schriftlicher Form einbringen und Antworten verfassen. In diesem Fall war es mit Etherpad realisiert.

Zurück zu den Anführungszeichen von weiter oben (“Vorlesung”).

Ich habe es deshalb in Anführungszeichen gesetzt, weil das Wort selbst den veralteten Gedanken des top-down Lernens impliziert. Der Lehrende trägt in diesem Fall ein vordefiniertes Spektrum an Informationen vor. Eine Dynamik ist nicht vorgesehen.

Die Teilnehmer haben im Wortsinn aber nichts “vorgelesen” bekommen sondern wurden aktiv zur Anteilnahme herausgefordert. Die Thesen im Etherpad wurden mit einer vielfachen Menge an Informationen ergänzt, die die Teilnehmer selbst beigesteuert haben. Die Sitzung bekam dadurch einen sehr dynamischen Charakter. Auf Fragen wurde direkt und ausführlich eingegangen und eine Diskussion eröffnet die vorher nicht geplant war. Der positive Eindruck kam bei mir zu großen Teilen dadurch zu Stande.

Dieses Modell entspricht auch meiner Überzeugung. Der aktuelle Status dieser Technik hat bei weitem nichts mehr gemein mit den experimentellen Anfängen. Durch tolle Fortschritte in der Internetkommunikation und Vereinfachung von vielen Schnittstellen halte ich es jetzt bereits fast für massentauglich. Natürlich läuft es auch heute noch mit Ecken und Kanten wie man im online verfügbaren Mitschnitt leicht sehen kann.

Doch wesentliche Voraussetzungen sind bereits vorhanden wie ich finde. In einigen Jahren könnte ich mir wirklich vorstellen von zu Hause aus ähnlich wie in einer gut vorbereiteten Vorlesung Thesen zu diskutieren und ein Ergebnis dann in interaktiver Form festzuhalten. Ein von allen erstelltes und mitgedachtes Skript sozusagen. Aber da denke ich wahrscheinlich noch viel zu klassisch und altbacken. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten die Entwicklung auf diesem Gebiet in den nächsten Jahren zu sehen.

Wie seht ihr das?

Thema: Angetestet | Kommentare (1) | Autor: Simon

Polar und seine Fitnessjünger

Mittwoch, 9. September 2009 11:47

Der Sportartikelhersteller Polar macht es ähnlich wie Nike und inszeniert einen Fitnesswettkampf unter den Nutzern seiner Pulsuhren. Der größte Unterschied wird wohl sein, dass hinter der Aktion keine millionenschwere Crossmediakampagne steckt, die die Produkte gezielt daraufhin vermarktet.

Stattdessen setzt man wohl eher auf das eigene Image und sieht es als zusätzliche Option zum Produkt. Der nicht vorhandene Medienrummel zieht sicherlich auch eine andere Zielgruppe an. Wurde bei Nike durch den Trendartikel iPod in Kombination mit speziellen Schuhen mit Sensor eher auf die Masse und eine generelle Mobilmachung gesetzt so wirkt der Ansatz bei Polar mehr leistungsorientiert. Immerhin braucht man Equipment für ca. 350 EUR (teuerste Pulsuhr + Flowlink) um teilnehmen zu können. Einen iPod haben bereits viele Leute, was den Einstieg einfacher (und günstiger) machte. Eine Highend-Pulsuhr wohl kaum.

Jedoch braucht man auch für die Variante von Polar den sog. Flowlink. Erst dieser ermöglicht die Datenübertragung der Trainingsdaten zum Computer und macht einen Vergleich in der Polar Community möglich.

Es ist davon abgesehen sehr spannend zu verfolgen, dass der Communitygedanke offenbar auch im professionelleren Sektor funktioniert.

Thema: Gedanken | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Die digitale Vernetzung ist in vollem Gange

Montag, 10. August 2009 16:35

Hier ein Account, da ein Login. Wie war nochmal das Passwort? Mit welcher E-Mail Adresse bin ich nochmal bei Website XYZ angemeldet? Sicher keine unbekannten Fragen im Internetdschungel von 2009. Mittlerweile braucht es eine gut ausgebildete Medienkompetenz um hier einen klaren Kopf zu bewahren. Gut das es auch eine Gegenbewegung gibt.

Mit diesem Eintrag möchte ich einen Überblick über meine Beobachtungen im Webbereich geben. Vollständigkeit soll dabei nicht im Vordergrund stehen, sondern vielmehr die Art der Entwicklung. Ich beobachte immer stärker den Trend zur Aggregation von Inhalten. Dienste greifen auf eine Funktion eines Dienstes zu und  kombinieren diese isolierte Funktion mit anderen von weiteren Diensten oder “schnüren” ein nettes Paket aus vielen einzelnen Diensten.

Hier ein ganz kurzer Verweis auf Dienste dieser Art: Friendfeed, Plaxo, Ping.fm, Blummy, Fring, Yoono, Oneriot, Google Friendconnect, Google Wave, Soup

Ich finde es sehr spannend zu sehen, wie die Prognose von Forrester mehr und mehr Form annimmt und live zu beobachten ist. Für Ende 2009 wird dort eine “Vernetzung der Netzwerke” erwartet. Sicher ist diese Entwicklung nicht dermaßen abwägig das sie nicht zu erwarten war. Weitaus interessanter sind sicher die weiteren dort prognostizierten Entwicklungen.

Es gibt an dieser Entwicklung momentan ein größeres Problem, was ich spontan sehe: Die oben genannten Dienste bieten jeweils eine gewisse Aggregation an, jedoch nie komplett. Somit braucht man eigentlich wieder einen Dienst/ Webservice, der die Dienste/ Webservices zusammenführt der bereits die persönlichen Dienste/ Webservices bündelt. Kompliziert… und vor allem ein Rattenschwanz. Hier gibt es noch viel Potenzial für Verbesserungen.

Worin könnte das in naher Zukunft münden? Multimediakollektion als individuell zusammengestelltes Bundle? Einige Dienste gehen ja bereits in diese Richtung. Auch die partielle Öffnung der Social Networks deutet auf eine Vereinheitlichung hin. Eine nicht unwesentliche Bremse dürfte aber hier auch mal wieder der Wirtscahftsfaktor sein. Kein Betreiber will seine Mitglieder gerne mit anderen teilen. Spannend wird es an dem Punkt, an dem diese Forderung von den Usern laut wird…

Thema: Gedanken | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Empfehlungsmarketing at its best

Freitag, 17. Juli 2009 16:16

Das obige Video wird derzeit intensiv durch Twitter, Youtube und andere soziale Netzwerke gereicht. Trotzdem möchte ich diese Thematik nochmals aufgreifen, da die dort präsentierte Mechanik der Konsumenteninteraktion hervorragend die neue Herausforderung für Unternehmen im Internetzeitalter veranschaulicht.

Es zeigt sehr anschaulich die enge Verknüpfung und die Intensität mit der mittlerweile Austausch betrieben wird (und nun auch technisch betrieben werden kann). Diese Art der Vernetzung war noch vor wenigen Jahren undenkbar. Für Unternehmen bedeutet dies auch gleichzeitig: Die Zeit in der man Produkte auf den Markt “wirft” und hofft das es einfach so läuft ist vorbei. In diesem engmaschigen Netz haben Verschleierungsversuche keinen Platz und werden gnadenlos aufgedeckt.

Nie waren die Konsumenten kritischer. Der heutige Konsument schluckt nicht mehr kommentarlos die medialen Werbebrocken und rennt anschließend in den Laden um das beworbene Produkt zu kaufen. Eher geht es rückwärts wieder aus dem Laden, weil er vor dem Regal noch kurz in Echtzeit die Preise und Rezensionen checkt.

Man muss dort hin, wo der potenzielle Kunde sich aufhält und auf seine Bedürfnisse eingehen. Mit zunehmender Vernetzung wird es umso wichtiger über alle Kanäle ein homogenes Bild vom Unternehmen zu präsentieren und vor allem auch nicht nur als Marke aufzutreten. Idealerweise bietet man vordergründig einen Nutzen und stellt die Marke dezent in den Hintergrund.

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Umstrukturierung im Social Web?

Freitag, 10. Juli 2009 22:11

Vorgestern war auf Basicthinking.de dieser interessante Artikel über die jüngsten Entwicklungen bezüglich Nutzerzahlen in sozialen Netzerken zu lesen. Dort habe ich mich auch zu einem Kommentar hinreißen lassen, da der Artikel sehr stark meiner eigenen Beobachtung entspricht. Der Kommentar lautete:

Für mich ist es ein deutliches Anzeichen dafür, dass die digitale Welt sich gerade in einem Umbruch befindet. Von Forrester wurde ja bereits eine Prognose aufgestellt, die für ca. Ende 2009 eine zunehmende “Vernetzung der Netzwerke” voraussagt.

Die zunehmende Frustration signalisiert diese anstehende Veränderung meiner Meinung nach sehr gut. Der nächste Schritt steht kurz bevor. Der Tenor “aktiv sein müssen” ist doch ein guter Indikator dafür, dass die Anbieter reagieren müssen. Einige Dienste bieten Aggretation ja auch schon rudimentär an (Yoono Firefox Addon z.B.)

Ich bin gespannt wie es weiter geht

Die Frage nach dem “warum?” finde ich sehr spannend, weshalb ich den Artikel an dieser Stelle nochmal aufgreifen und vertiefen möchte.

Vielleicht sollte man die aktuelle Phase als eine Art Nadelöhr sehen, durch die das Web 2.0 durch muss. Zu viele Dienste wollen den User mittlerweile mit Funktionen und Vernetzungsangeboten versorgen. Was fehlt ist aber eine Verbindung der Datensätze. Nur wenn sich hier grundlegend etwas tut gelingt auch die Integration der digitalen Spielwiese in die “echte” Welt. Viele kluge kleine Spezialdienste gehen ja momentan schon in diese Richtung. Hier wird die Sperrigkeit abgebaut zu Gunsten einer echten Erweiterung für den Alltag. An dieser Stelle nur ein Beispiel: Aka-Aki. Die Community für unterwegs sozusagen. Reale und digitale Welt werden charmant verbunden, die Trennung schmilzt auf ein Minimum.

Es wird zwangsläufig eine Art natürliche Auslese stattfinden, aus der die wirklich nutzbringenden Dienste gestärkt hervorgehen werden. Davon bin ich überzeugt. Dann befinden wir uns in der nächsten Runde und alles geht von vorne los. Das zunehmend verwaisende, vor zwei Jahren nochgehypte, MySpace ist ein klassischer Fall. Andere Anbieter bieten einfach mehr oder alles in einer Lösung, die Notwendigkeit für ein Profil dort reduziert sich auf ein Minimum.

Es läuft vielleicht auf eine Art “Universallogin” in die digitale Welt hinaus. Das ist ja nur eine logische Folge, da der aktuelle Zustand mehr als unbefriedigend ist (unzählige Einzellogins mit jeweils eigenen abgeschotteten Umgebungen). Wie die anderen Kommentare im Artikel ja erkennen lassen ist es kaum noch möglich auf allen Portalen aktiv zu sein. Es kostet eine nicht unerhebliche Zeit die Profile aktuell zu halten.

Nicht zu vernachlässigen ist natürlich der Faktor des wirtschaftlichen Interesses. Am Ende des Tages sind alle vorhandenen Anbieter auch Wettbewerber und wollen Nutzer für sich exklusiv beanspruchen. Die Frage ist nur wo dieser Gedanke zum Nachteil für alle Beteiligten wird und man sich anders arangieren muss.

Der nächste Evolutionsschritt ist aber so oder so eine spannende Sache und ich freue mich auf Neuigkeiten jeder Art aus dieser Richtung.

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Augmented Reality bei Lego

Sonntag, 28. Juni 2009 17:04

Vor kurzem habe ich ja über die gestiegene Ernsthaftigkeit im Zusammenhang mit dem Trend der „Augmented Reality“ geschrieben und mich positiv darüber geäußert.

Hier ist nun ein weiterer schöner Ansatz von Lego. Dort können die Kinder im Store die Packung in eine Kamera halten und bekommen das aufgebaute Modell auf dem Karton in ihren Händen präsentiert. Tolle Anwendung und super auf die Zielgruppe abgestimmt.

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Shopping time the social way?

Freitag, 19. Juni 2009 0:53

Vorab ein ganz kurzer Ausflug in die Physik. Blickt man zurück vor die Einführung der Quantentheorie, kann man dort eine ähnliche Situation wie in der heutigen Werbelandschaft feststellen – nahezu Stagnation. Damals empfahl man den Leuten keine wissenschaftlichen Berufe mehr anzustreben weil ohnehin nahezu alles erforscht sei was es zu erforschen gibt und es bald nichts mehr zu tun gäbe. Und dann kam der sprichwörtliche „Quantensprung“ und alles ging in der Forschung von vorne los.

In der Werbebranche sieht es heute ähnlich aus. Die Beachtung von Werbung geht zurück, Konsumenten werden von Werbung zum überwiegenden Teil nicht angesprochen und die Bereitschaft aufgrund einer gesehenen Anzeige einfach so etwas zu kaufen ist sowieso noch nie sonderlich hoch gewesen. Es scheint also nicht mehr viel Potenzial vorhanden zu sein.

Worauf ich hinaus will ist folgendes:

Gut es ist kein „Quantensprung“, aber immerhin eine neue Tür die aufgestoßen wird und auch eine neue Werbemöglichkeit mit nahezu unendlichem Potenzial. Denn Bilder gibt es wohl genug die jeden Tag hochgeladen werden.

Es ist die Firma Pixazza. Dort können Bilder mit kleinen Werbeschildern versehen werden. Auf diese Weise können die Bildbestandteile „getaggt“ werden und als Werbefläche dienen. Wenn da mal das Wort „Stilikone“ keinen kommerziellen Beigeschmack bekommt, könnte man doch jetzt seine gesetzten Trends auch direkt wieder teilweise selbst vermarkten.

Ein definitiv neuer Ansatz. Man stelle sich diese Funktion nur mal in Verbindung mit einem sozialen Netzwerk vor. Dort könnte es ähnlich wie bei Werbeeinblendungen von Google eine Provision für die User geben. Und weil man dort ja in der Regel mit Leuten verkehrt die man persönlich kennt ist das Vertrauen anders als bei einer Anzeige die man betrachtet um einiges höher. Genau da wollen die Werber ja hin, in ein Vertrauensverhältnis. Etwas besseres als solch einen Markenbotschafter kann man sich als Unternehmen eigentlich nicht wünschen.

Schaut man unter „About Us“ nach, findet sich auch der übliche Verdächtige – Google. Ist das jetzt der nächste Geniestreich? Mal sehen was die Zukunft in der Hinsicht bringt.

Hoffentlich nicht so etwas wie dies hier in großem Stil.

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Augmented Reality wird allmählich erwachsen

Dienstag, 16. Juni 2009 21:27

In den letzten Jahren wurde die Vision der „Augmented Reality“, also einer erweiterten Realität durch Zuhilfenahme von Technik, ja immer wieder thematisiert und auch immer konkreter. In Zukunft soll man sich so z.B. für die jeweilige Situation hilfreiche Zusatzinformationen in sein Blickfeld holen können. Natürlich alles Nach Bedarf.

Mini hat ja vor einiger Zeit mit der interaktiven Print-Kampagne für das neue Mini Cooper Cabrio vorgemacht wie dies in einfacher Form aussehen kann. Damals wurden auf der Rückseite von Magazinen Trackingfelder in Umlauf gebracht. Diese sollte man dann auf der Seite zur Kampagne in seine Webcam halten. Wie von Zauberhand wurde so live vor den Augen des Betrachters das Objekt der Begierde auf den Monitor gezaubert und konnte nach Belieben durch bewegen der Zeitung gedreht werden.

Soweit ich weis war Mini einer der ersten die die Verknüpfung von Print und Online auf diese Weise verwirklicht haben und hat auch für einen entsprechenden Aha-Effekt gesorgt. Das die Software nur mit dem Internet Explorer läuft soll hier mal nicht weiter von Bedeutung sein.

Viel wichtiger bei einer integrierten Kampagne ist ja ein echter Nutzwert für den Konsumenten. Natürlich kann man den Spaßfaktor auch als Nutzen sehen, gerade in Bezug auf die angepeilte Zielgruppe, besonders langfristig ist dies jedoch nicht. Denn irgendwann hat man ja schließlich alles Seiten des Autos gesehen.

Ich möchte die Idee keineswegs schlecht reden. Nur was ich soeben in dieser Hinsicht gefunden habe geht wirklich einen Schritt weiter und vor allem in eine sehr vielversprechende Richtung.

USPS hat nun ebenfalls solch eine Seite geschaltet. Dort kann man sich die benötigte Trackingmarke ausdrucken und live seine Paketsendung vermessen. Die verschiedenen Paketgrößen kann man einfach anklicken und werden um den Trackingpunkt projeziert – ein echter Nutzwert. So kann der Benutzer schon von zu Hause klären, welche Kosten auf ihn zukommen und wie man das Format seiner Sendung evtl. optimieren kann. Es ist auch möglich die Sendung “in” das virtuelle Paket zu legen um so direkt zu vergleichen.

Die bisher als reine Funapplikation eingesetzte Idee wird also langsam „erwachsen“. Insgesamt eine tolle Entwicklung. Man kann jetzt schon auf den nächsten Schritt in dieser Richtung gespannt sein. Es gibt noch so viel Potenzial.

Thema: Sehenswertes | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon