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Mach’s gut Steve, war anstrengend mit dir! Meine Entscheidung gegen Apples Firmenpolitik

Montag, 6. Dezember 2010 12:38

Hut ab vor der Marke Apple. Die Verantwortlichen haben es wirklich geschafft eine nahezu bedingungslos treue Gefolgschaft zu erschaffen und es perfektioniert bei den Verbrauchern Begehrlichkeiten zu wecken. Wo sonst steht man Schlange und campt vor der noch geschlossenen Tür, wenn ein neues Produkt erscheint. Und wo sonst prägen Gerätebezeichnungen so nachhaltig ganze Branchen bzw. schaffen diese erst (siehe z.B. iPod und iPhone).

Besonders das iPhone hat seit der Einführung bei anderen Herstellern eine für mich noch nie da gewesenene Aufholjagd losgetreten. Noch voriges Jahr sah es eher düster aus mit vergleichbaren Geräten (man müsste eigentlich eher von “Komplettpaketen” sprechen). Denn es geht ja in erster Linie nicht um das Gerät, sondern um die Software dahinter. Der AppStore ist da immer noch unerreicht. Dies war auch damals mein Haupt-Kaufgrund für ein iPhone. Nur der AppStore versprach vom Umfang her eine angemessene Ausreizung der technischen Fähigkeiten des Geräts.

Dies hat sich aber mittlerweile relativiert. Es gibt einige wenige gute Produkte auf dem Smartphone-Markt. Dennoch muss stets der Vergleich zu Apple herhalten, aus oben genannten Gründen. Das folgende Video veranschaulicht das Problem auf eine lustige Weise:

Ich wage mich auf dünnes Eis und behaupte, viele (nicht alle) Leute wissen einfach keine Antwort auf die Frage: “Wieso eigentlich ein iPhone”? Aber das ist eine andere Geschichte…

Ich trenne mich nicht aus technischen oder Designgründen vom iPhone. Beides ist bei Apple in der Regel richtungsweisend. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiede ich mich daher vom unbestritten perfekt designten (Hardware wie Software gleichermaßen) iPhone und versuche mein zukünftiges Smartphone eher als Gebrauchsgegenstand, dafür aber echtes Hilfsmittel im Alltag anzusehen. Dies war bisher immer mit Komplikationen und Restriktionen verbunden.

Vielmehr ist es eine mittlerweile entschiedene Ablehnung der Firmenpolitik, die erst in den letzten Tagen wieder bestätigt wurde. Ich bin es Leid, mit Hack-Programmen im Betriebssystem rumzupfuschen um mir Funktionen frei zu schalten, mir nur über Umwege Zugriff auf mein eigenes Dateisystem verschaffen zu können, mir die Betriebssystemversion vorschreiben zu lassen oder mir zentral und kryptisch vorschreiben zu lassen welche Apps im Angebot sind. Von einer jahrelangen künstlichen Verknappung des Geräts durch ein Unternehmen mit viel Magenta im Logo möchte ich noch nicht einmal reden. Apple hat mittlerweile einen gewaltigen Markteinfluss – und den bekommt man als Benutzer auch zu spüren. Zumindest habe ich ihn gespürt.

Mich diesen proprietäre Bestimmungen zu unterwerfen kam für mich zum Schluss nicht mehr in Frage, weshalb ich mich zu diesem Schritt entschlossen habe. Mir ist bewusst, dass ich mit dieser Entscheidung eine Art “Rückschritt” in Kauf nehme und eher ein Einzelfall bin. Dennoch scheint es auch von Unternehmensseite vereinzelt solche Maßnahmen zu geben, wie die gekippte iAd-Kampagne von Adidas zeigt.

Thema: Gedanken | Kommentare (3) | Autor: Simon

Medialer kalter Entzug – Ein freiwilliger Selbstversuch

Freitag, 10. September 2010 11:26

Wie die letzten Jahre auch ging es für mich dieses Jahr wieder nach Österreich – in den Bikepark Leogang zum Downhill. Zwei Wochen Sporturlaub, yeah! Nach dem Studium genau das richtige als Ausgleich. Natürlich war mein Smartphone auch dabei. Diese tollen verführerischen Spielzeuge sind bei mir nämlich nicht mehr weg zu denken. Wieso auch, kann man doch so viele geniale Dinge damit anstellen.

Wie sehr und schnell man sich an diese Hilfsmittel gewöhnt wurde mir eigentlich erst klar, als ich ernsthaft vor dem Urlaub darüber nachdachte mir für die Dauer des Aufenthalts eine österreichische Prepaid-Handykarte zu kaufen, damit ich auch im Urlaub mobil ins Internet kann.

Soviel vorab: ich habe es nicht getan!

Kurz vor der Grenze zu Österreich wurde es daher spannend. Noch war das begehrte “3G” zu sehen, aber dann – nix mehr. Das Gefühl ab sofort nicht mehr ständig nach den aktuellsten News schauen zu können war zugegebenermaßen anfangs sehr komisch.

“Verpasse ich was”?

“Was hat Kontakt X gerade für spannende Neuigkeiten gepostet”?

“Was sind angesagte RSS-News”?

waren nur einige Fragen, die mir durch den Kopf gingen. Das aber auch nur kurz muss ich sagen. Dann wurde mir schlagartig bewusst, welchem “Lärm” ( im Sinne von Ereignissen in den einzelnen Medienkanälen) man sich täglich und freiwillig aussetzt. Es wird auf eigenartige Weise still um einen herum und das fühlt sich eigentlich sehr angenehm an. Kein Signalton für neue E-Mails, keine Push-Notifications über neue Statusmeldungen, keine neuen RSS-Feeds als Gute-Nacht-Geschichte. All das habe ich ersetzt durch viele persönliche Diskussionen, lesen, länger schlafen und viel Sport. Fairer Tausch! Einfach mal abschalten und wieder klarkommen.

Eine Pause von all dem oben geschilderten hat mein Bewusstsein für diese Dinge wieder “gerade gerückt” und aufgezeigt, dass viele Dinge gar nicht so relevant sind wie sie durch die permanente Verfügbarkeit erscheinen. Durch das Überangebot wird eine strenge Selbstkontrolle meiner Meinung nach immer wichtiger. Schon jetzt ist es zeitlich unmöglich allen Medienkanälen adäquat zu folgen, weshalb man stark selektieren muss. Wenn man sich nun auch noch einbildet permanent erreichbar sein zu müssen und nichts verpassen zu wollen wird es fast schon grenzwertig. Durch die kleine Auszeit ist bei mir sogar wieder etwas vom Spaß zurückgekehrt, sich mit den Informationsmöglichkeiten auseinander zu setzen.

Natürlich haben die Möglichkeiten auch viele positive Seiten, die ich hier wohl nicht zu nennen brauche. Vielmehr will ich hier etwas überspitzt die Verlockung darstellen, die heutige Medien haben können (siehe Überlegung mit der Prepaid-Karte). Entzugssymptome wie bei einem echten “kalten Entzug” haben sich glücklicherweise zu keinem Zeitpunkt gezeigt, weshalb ich mich selbst als therapierbaren Fall bezeichnen kann ;-)

Thema: Gedanken | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Memory Sweep – RAM freigeben beim iPhone

Dienstag, 6. Oktober 2009 10:01

091006-memory_sweep_appApps stocken plötzlich und brauchen ungewöhnlich lange zum starten? Zu wenig freier Arbeitsspeicher lautet die leidige Antwort. Besonders bei Spielen auf dem iPhone macht sich nicht wieder freigegebener Arbeitsspeicher schnell negativ bemerkbar. Der “offizielle” Workaround lautet iPhone neustarten um nicht beendete Prozesse loszuwerden.

Es geht aber auch anders: mit der App Memory Sweep. Die einzige Funktion erfüllt sie dabei schnell und effizient – RAM freigeben. Interessenten sollten sich allerdings beeilen. Apple ist aktuell dabei, bei allen Apps diese Funktion zu verbieten. Memory Sweep ist komischerweise davon (noch) nicht betroffen. Viele andere Apps leider schon.

Also los, denn es ist darüber hinaus auch noch kostenlos.

091006-memory_sweep_comp

Thema: Angetestet | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Mill Colour – Schickes App zur Bildbearbeitung

Donnerstag, 24. September 2009 14:35

Mill_Colour_IconAufnahmen mit der Kamera des iPhones unterwegs zu schießen um so einen speziellen Eindruck festzuhalten ist ja ganz nett. Nur sehen die Bilder direkt aus der Kamera leider oft etwas trostlos aus wie ich finde. Meist sind sie recht kontrastarm, der Weißabgleich hapert auch hin und wieder etwas.

Also was tun? Ein App zur Bildbearbeitung muss her! Wo man auch gleich beim Problem angekommen ist: Der App Store quillt über vor Programmen mit dieser und sehr ähnlichen Funktionen. Natürlich erwarte ich von einer Handykamera keine ernst zu nehmenden Bildergebnisse. Doch wenn man schon nichts anderes dabei hat im Fall der Fälle, dann sollte man doch wenigstens versuchen das maximum herauszuholen. Viele Apps sind in dieser Hinsicht leider deutlich zu verspielt bzw. bieten keine Einstellmöglichkeiten.

Genau an dieser Stelle (nämlich am positiven anderen Ende dieser Programmauswahl) sei aber das App Mill Colour erwähnt. Etwas geübteren Nutzern bietet es eine sehr präzise Einstellung von einzelnen Farbkanälen des Bildes ganz wie man es vom “Color Grading” kennt. Außerdem ist die Steuerung der relevantesten Manipulationstools (siehe Menüscreenshot weiter unten) möglich. Man hat des Weiteren die Möglichkeit aus mehreren Presets zu wählen wenn es mal schnell gehen soll, kann diese aber auch dann noch nach Belieben weiter verfeinern. Als Quelle kann man entweder direkt im Programm ein Foto aufnehmen und es verarbeiten oder eins aus der Bildergalerie verwenden. Einziger Wehrmutstropfen bleibt die Reduzierung der Bildgröße auf 1024×768 px nach der Bearbeitung. Das Originalbild bleibt jedoch in jedem Fall erhalten.

Das Menü sieht bei der Bearbeitung so aus:

Mill_Colour_menu

Zur Veranschaulichung des Funktionsumfangs hier noch zwei exemplarische Anwendungen. Einmal eine starke Kontrastanhebung mit einer leichten Farbkorrektur und einmal komplett entsättigt über separate Kanalanpassung:

Mill_Colour_styles_comp

Das Sahnehäubchen noch ganz zum Schluss – es ist GRATIS.

Thema: Angetestet | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

WordPress iPhone App – XML-RPC Fehler

Montag, 21. September 2009 15:16

Heute gibt es etwas neues – das erste kurze Tutorial hier im Blog.

Seltsamerweise war ich nicht in der Lage mich über das App von WordPress in meinen Account einzuloggen. Im FAQ von iphone.Wordpress stand eine Prüfungsmöglichkeit, die ich ohne erkennbaren Fehler absolvieren konnte. Trotzdem spuckte es mir weiterhin einen Fehler aus:

wordpress_xml-rpc_error

Nachfolgend werde ich meinen Weg aufzeigen, wie ich dies beseitigt habe. Die Lösung ist ein Gebilde aus diversen Hinweisen aus Foren und eigenem testen. Ich dachte es kann nicht schaden dies mal gebündelt aufzuschreiben. Das Tutorial bezieht sich dabei auf:

  • eine eigenständige Installation von WordPress in der Version 2.8.4
  • WordPress App, Version 1.3
  • Ein Blog das nicht das “Default Theme 1.6″ verwendet

Vorgehensweise:

  1. In den Adminbereich von WordPress via Browser einloggen
  2. Unter Design > Themes das “Default Theme” aktivieren (Bei mir WordPress Default 1.6)
  3. Unter Einstellungen > Schreiben einen Haken bei XML-RPC setzen und unten auf “Änderungen übernehmen” klicken
  4. Nun per WordPress App einloggen
  5. Theme im Adminbereich (Browser) zurückstellen auf das vorher genutzte

Danach sollte es ohne Probleme funktioneren.

Thema: Tutorials | Kommentare (4) | Autor: Simon