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Für eine Handvoll Waren

Montag, 20. September 2010 10:08

Menschen geben heute immer bereitwilliger persönliche Daten von sich preis – das ist eine anerkannte Tatsache und taucht auch immer wieder in den Medien auf. Entweder in Zusammenhang mit Datenschutzbedenken von Experten oder auch in Zusammenhang mit Studien, die die Beweggründe versuchen herzuleiten. Oft sind diese Gründe schwer fassbar und nur durch komplexe phychologische Phänomene näherbar.

Einen sehr handfester Grund gibt es dagegen bei folgendem Beispiel: Esloultimo. (Leider auf spanisch – habe mich mit dem Google-Übersetzungstool durchgeschlagen) Dieses spanische Prototypen-Kaufhaus bietet Waren und Proben gegen persönliche Daten zum Tausch an. In Kooperation mit großen Herstellern werden dort teilweise neue Produkte noch vor dem offiziellen Verkaufsstart angetestet und sind entweder frei oder stark vergünstigt zu haben. An der Kasse werden dann die Produkte dem jeweiligen Kunden zugeordnet und das Persönlichkeitsprofil direkt dem Hersteller übermittelt. (Das alles nach vorheriger Anmeldung im Internet) Win-Win-Situation für den Hersteller würde ich sagen.

Anhand dieses Beispiels könnte man nun sogar errechnen, was Privatsphäre in Euro wert ist. – Zwei Packungen Kartoffelchips und eine neue Cola-Sorte? Gruselig.

Thema: Sehenswertes | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Empfehlungsmarketing at its best

Freitag, 17. Juli 2009 16:16

Das obige Video wird derzeit intensiv durch Twitter, Youtube und andere soziale Netzwerke gereicht. Trotzdem möchte ich diese Thematik nochmals aufgreifen, da die dort präsentierte Mechanik der Konsumenteninteraktion hervorragend die neue Herausforderung für Unternehmen im Internetzeitalter veranschaulicht.

Es zeigt sehr anschaulich die enge Verknüpfung und die Intensität mit der mittlerweile Austausch betrieben wird (und nun auch technisch betrieben werden kann). Diese Art der Vernetzung war noch vor wenigen Jahren undenkbar. Für Unternehmen bedeutet dies auch gleichzeitig: Die Zeit in der man Produkte auf den Markt “wirft” und hofft das es einfach so läuft ist vorbei. In diesem engmaschigen Netz haben Verschleierungsversuche keinen Platz und werden gnadenlos aufgedeckt.

Nie waren die Konsumenten kritischer. Der heutige Konsument schluckt nicht mehr kommentarlos die medialen Werbebrocken und rennt anschließend in den Laden um das beworbene Produkt zu kaufen. Eher geht es rückwärts wieder aus dem Laden, weil er vor dem Regal noch kurz in Echtzeit die Preise und Rezensionen checkt.

Man muss dort hin, wo der potenzielle Kunde sich aufhält und auf seine Bedürfnisse eingehen. Mit zunehmender Vernetzung wird es umso wichtiger über alle Kanäle ein homogenes Bild vom Unternehmen zu präsentieren und vor allem auch nicht nur als Marke aufzutreten. Idealerweise bietet man vordergründig einen Nutzen und stellt die Marke dezent in den Hintergrund.

Thema: Sehenswertes | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon