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Für eine Handvoll Waren

Montag, 20. September 2010 10:08

Menschen geben heute immer bereitwilliger persönliche Daten von sich preis – das ist eine anerkannte Tatsache und taucht auch immer wieder in den Medien auf. Entweder in Zusammenhang mit Datenschutzbedenken von Experten oder auch in Zusammenhang mit Studien, die die Beweggründe versuchen herzuleiten. Oft sind diese Gründe schwer fassbar und nur durch komplexe phychologische Phänomene näherbar.

Einen sehr handfester Grund gibt es dagegen bei folgendem Beispiel: Esloultimo. (Leider auf spanisch – habe mich mit dem Google-Übersetzungstool durchgeschlagen) Dieses spanische Prototypen-Kaufhaus bietet Waren und Proben gegen persönliche Daten zum Tausch an. In Kooperation mit großen Herstellern werden dort teilweise neue Produkte noch vor dem offiziellen Verkaufsstart angetestet und sind entweder frei oder stark vergünstigt zu haben. An der Kasse werden dann die Produkte dem jeweiligen Kunden zugeordnet und das Persönlichkeitsprofil direkt dem Hersteller übermittelt. (Das alles nach vorheriger Anmeldung im Internet) Win-Win-Situation für den Hersteller würde ich sagen.

Anhand dieses Beispiels könnte man nun sogar errechnen, was Privatsphäre in Euro wert ist. – Zwei Packungen Kartoffelchips und eine neue Cola-Sorte? Gruselig.

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Groß, größer, Bayer – Nun steht die weltgrößte Medienfassade in Leverkusen

Freitag, 6. November 2009 8:00

Die Bayer AG hat die Vorzüge einer dreidimensional erlebbaren Marke verstanden und wandelt seine ehemalige Firmenzentrale in eine gigantische Medienfassade um.

Hier sind einige Fakten die man mal kurz auf sich wirken lassen sollte: 5,6 Mio. LED’s, 122m Höhe, größte Medienfassade der Welt (nach eigenen Angaben)

Im Clip wird die Bedeutung angesprochen die das Gebäude für Leverkusen in der Vergangenheit hatte und wie es das Stadtbild geprägt hat. Durch den Umbau soll diesem ehemalige Wahrzeichen nun neues Leben eingehaucht werden und für überregionale Strahlkraft sorgen.

Auch spannend finde ich dieses Bauprojekt in Zusammenhang mit dem Claim “Science For A Better Life”. Zwar wird diese Medienfassade nicht (über)lebenswichtig für die Anwohner sein. Einen Beitrag zur möglicherweise positiven Veränderung leistet sie aber allemal durch die noch nicht dagewesenen Lichtspiele. Somit gliedert sich das Projekt auch in die Unternehmensphilosophie ein. Direkten Bezug auf den Claim nimmt der Zulieferer der LED-Matten. Dieser besitzt einzigartiges Know-how zum Weben von Stahldraht um diese Matten zu erstellen die sicherlich auch vielfältig anders eingesetzt werden.

Schön wäre es, wenn Bayer nicht nur in der Dimension “neuartiges Kommunikationsinstrument” denkt (so wie es im PR-Beitrag genannt wird) sondern den Anwohnern vielleicht wirklich ein noch nicht dagewesenes Medienereignis beschert ohne direkte Werbeabsichten.

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TUIFly auf werbetechnischem Höhenflug

Montag, 31. August 2009 9:52

Fieberbrunn, Österreich am 16.08.2009. Auf knapp 2000m über Meeresspiegel steige ich aus der Gondelbahn und das erste was ich sehe ist das:

TUIFly_Bergstation_Fieberbrunn

In meinen Augen eine gelungenes Spiel mit den Werten der aktuellen Kampagne. Das Publikum dürfte auch richtig sein, denn man nimmt ja schließlich die Anstrengungen des weiteren Aufstiegs zum Gipfel in Kauf um z.B. eine bestimmte Aussicht zu genießen. Der nächste Schritt ist dann nach Aussage des Plakats an Bord von TUIFly möglich, was ja auch die neue Kampagne vermitteln will.

Ein sehr netter Nebeneffekt ist natürlich die Exklusivität der Werbefläche. Dort oben herrscht für gewöhnlich im Vergleich zum Bodenlevel akute Reizarmut. Ich konnte zumindest dort keine weiteren Werbemittel im direkten Sichtfeld finden. Mit einer entsprechend charmanten Werbebotschaft kann man dort oben sicher gut punkten.

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Shopping time the social way?

Freitag, 19. Juni 2009 0:53

Vorab ein ganz kurzer Ausflug in die Physik. Blickt man zurück vor die Einführung der Quantentheorie, kann man dort eine ähnliche Situation wie in der heutigen Werbelandschaft feststellen – nahezu Stagnation. Damals empfahl man den Leuten keine wissenschaftlichen Berufe mehr anzustreben weil ohnehin nahezu alles erforscht sei was es zu erforschen gibt und es bald nichts mehr zu tun gäbe. Und dann kam der sprichwörtliche „Quantensprung“ und alles ging in der Forschung von vorne los.

In der Werbebranche sieht es heute ähnlich aus. Die Beachtung von Werbung geht zurück, Konsumenten werden von Werbung zum überwiegenden Teil nicht angesprochen und die Bereitschaft aufgrund einer gesehenen Anzeige einfach so etwas zu kaufen ist sowieso noch nie sonderlich hoch gewesen. Es scheint also nicht mehr viel Potenzial vorhanden zu sein.

Worauf ich hinaus will ist folgendes:

Gut es ist kein „Quantensprung“, aber immerhin eine neue Tür die aufgestoßen wird und auch eine neue Werbemöglichkeit mit nahezu unendlichem Potenzial. Denn Bilder gibt es wohl genug die jeden Tag hochgeladen werden.

Es ist die Firma Pixazza. Dort können Bilder mit kleinen Werbeschildern versehen werden. Auf diese Weise können die Bildbestandteile „getaggt“ werden und als Werbefläche dienen. Wenn da mal das Wort „Stilikone“ keinen kommerziellen Beigeschmack bekommt, könnte man doch jetzt seine gesetzten Trends auch direkt wieder teilweise selbst vermarkten.

Ein definitiv neuer Ansatz. Man stelle sich diese Funktion nur mal in Verbindung mit einem sozialen Netzwerk vor. Dort könnte es ähnlich wie bei Werbeeinblendungen von Google eine Provision für die User geben. Und weil man dort ja in der Regel mit Leuten verkehrt die man persönlich kennt ist das Vertrauen anders als bei einer Anzeige die man betrachtet um einiges höher. Genau da wollen die Werber ja hin, in ein Vertrauensverhältnis. Etwas besseres als solch einen Markenbotschafter kann man sich als Unternehmen eigentlich nicht wünschen.

Schaut man unter „About Us“ nach, findet sich auch der übliche Verdächtige – Google. Ist das jetzt der nächste Geniestreich? Mal sehen was die Zukunft in der Hinsicht bringt.

Hoffentlich nicht so etwas wie dies hier in großem Stil.

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