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Für eine Handvoll Waren

Montag, 20. September 2010 10:08

Menschen geben heute immer bereitwilliger persönliche Daten von sich preis – das ist eine anerkannte Tatsache und taucht auch immer wieder in den Medien auf. Entweder in Zusammenhang mit Datenschutzbedenken von Experten oder auch in Zusammenhang mit Studien, die die Beweggründe versuchen herzuleiten. Oft sind diese Gründe schwer fassbar und nur durch komplexe phychologische Phänomene näherbar.

Einen sehr handfester Grund gibt es dagegen bei folgendem Beispiel: Esloultimo. (Leider auf spanisch – habe mich mit dem Google-Übersetzungstool durchgeschlagen) Dieses spanische Prototypen-Kaufhaus bietet Waren und Proben gegen persönliche Daten zum Tausch an. In Kooperation mit großen Herstellern werden dort teilweise neue Produkte noch vor dem offiziellen Verkaufsstart angetestet und sind entweder frei oder stark vergünstigt zu haben. An der Kasse werden dann die Produkte dem jeweiligen Kunden zugeordnet und das Persönlichkeitsprofil direkt dem Hersteller übermittelt. (Das alles nach vorheriger Anmeldung im Internet) Win-Win-Situation für den Hersteller würde ich sagen.

Anhand dieses Beispiels könnte man nun sogar errechnen, was Privatsphäre in Euro wert ist. – Zwei Packungen Kartoffelchips und eine neue Cola-Sorte? Gruselig.

Thema: Sehenswertes | Kommentare deaktiviert | Autor: Simon

Spam – Die dumme Art zu nerven, von Twitter

Freitag, 13. November 2009 14:21

091113-Twitter_spam

Es gab mal eine Hochzeit in der ich eine dreistellige Anzahl an Spam-Mails pro Tag erhalten habe. Diese Zeit ist glücklicherweise vorbei. Nach aktuellen Zahlen von Bitkom scheinen aber immer noch mehr als 90% des Mailverkehrs aus Spam zu bestehen. Ich scheine da also eine Ausnahme zu sein, denn mein Verhältnis von Spam zu echten Mails liegt aktuell bei nur ca. 20%. Und das obwohl meine E-Mail-Adresse frei im Web zu finden ist.

Jetzt gibt es da ja so eine tolle Erfindung wie Twitter. Dort bekommt man mehr oder weniger “persönlich” Inhalte empfohlen von Personen denen man folgt (Following). Ich bekomme in letzter Zeit immer häufiger Benachrichtigungen von Twitter, dass Person XY mir nun folgt. Schaue ich nur kurz auf die Details dann weis ich das das nicht ernst gemeint sein kann (siehe Bild oben).

“Klassischen” Spam erhalte ich wie bereits erwähnt nur noch sehr wenig. Nur was ist eigentlich Spam? Für mich ist das eine E-Mail die keine Bedeutung für mich hat und deren Inhalt ich ohne gefragt zu werden zugestellt bekomme. Das Interesse beim Rezipienten ist gleich Null und sie wandert nach spätestens einer Sekunde in den Papierkorb. So auch bei den Auszügen aus den Twitter-Benachrichtigungen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es kaum möglich ist mehr als 50 Personen/ Institutionen bei Twitter wirklich aufmerksam zu folgen und den geposteten Links auch wirklich nachzugehen. Es sei denn man hat dies als Hauptbeschäftigung auserkoren. Wie man aber an den Screenshots oben sehen kann werden vermutlich einfach nur Tags von Bots gefiltert und dann der User hinter dem Tweet als “Following” hinzugefügt. Gefestigt hat sich diese Vermutung nach folgenden Tweet:

091113-Twitter_hashtag

Unmittelbar danach habe ich vier solcher E-Mails im Posteingang gehabt. Ich denke einmal aufgrund eines zu diesem Zeitpunkt sehr aktuellen Themas und dann aber auch wegen des Hashtags #Apple.

Meiner ständig schwankenden Anzahl an Personen die mir bei Twitter folgen entnehme ich außerdem, dass dies wohl noch einigen anderen Leuten so geht und diese Personen melden. Ich habe mich lange gegen Twitter aus mehreren Gründen verweigert, habe es dann aber doch als wertvolle Informationsquelle für die Recherche entdeckt. Das Thema Spam war mir aber von Anfang an negativ aufgefallen.

Diese penetrante Art andere Leute auf sich aufmerksam zu machen halte ich für äußerst dumm. Twitter ist ein hochpersönliches Medium. Die Effektivität basiert fast vollständig auf dem gezielten Auswählen von Leuten die für einen selbst etwas relevantes zu sagen haben (So nutze ich jedenfalls Twitter). Auf die Weise wie es bei Twitter aber immer mehr zur Marotte wird sind wir wieder beim Spamniveau von vor 10 Jahren angekommen. Man wird zugeballert mit Informationen die man nicht haben will und ist nur noch genervt. Glücklicherweise kann man die Benachrichtigungen über neue Floower ja abstellen. Mir geht es aber mehr um die Art auf sich aufmerksam zu machen.

Klar müssen auch die Spammer (hört sich ja fast schon an wie ein Beruf) mit der Zeit gehen und sich neue Wege suchen ihren Müll an die Leute heranzutragen. Nur vielleicht sollten sie da nochmal etwas besser überlegen ob das wirklich der richtige Weg ist. Vierstellige Following-Zahlen halte ich selbst für sehr unglaubwürdig und sind für mich immer ein klares Anzeichen dafür, dass die betreffende Person (ich rede nicht von News-Aggregatoren! – z.B. für den Raum Köln) entweder nur aus “Nettigkeit” mir auch folgt oder es pures heischen nach Aufmerksamkeit ist.

Achja, Spam in sozialen Netzwerken ist genauso ineffektiv…

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Hornbach Projektbuch – kreative crossmediale Reichweitenverlängerung

Freitag, 16. Oktober 2009 22:17

Bei der Konzeption einer Crossmedia-Kampagne ist ein wichtiges Ziel die Vernetzung der einzelnen Kommunikationskanäle.

“Wie schafft man es ein Gesamterlebnis zu konzipieren und den Rezipienten crossmedial in die Produktbotschaft zu involvieren” lautet die übergeordnete Fragestellung mit der man sich als Konzepter herumschlägt.

In Zeiten sinkender Investitionen bei klassischen Medien ist jede anderweitig angesiedelte Reichweitenverlängerung ein willkommener Anker ins Bewusstsein der Konsumenten.

Neulich in der Mayerschen in Köln: Was steht denn da im Regal? Das Hornbach Projekt-Buch.

091017-Hornbach_Projektbuch

Eine tolle Idee die Kampagnenidee sprichwörtlich ins heimische Wohnzimmer zu verlängern und langfristig mit der Marke in Kontakt zu bringen. Die Leitidee kann wohl kaum besser mit dieser Kommunikationsmaßnahme harmonieren. Auf der Rückseite wird dies auch nochmals schön verdeutlicht:

“Mit Hornbach wird gebaut und nicht gebastelt.” Wer zu Hornbach kommt, dem werden nicht Heimwerkerartikel verkauft, sondern dem wird geholfen, ein Projekt erfolgreich zu realisieren. …

Im Buch sind über 50 Projekte ausführlich vorgestellt und sollen zum nachbauen anregen. An all die Kreativen da draußen: Mehr von solchen Ideen!

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Freemium – Erfolgsmodell für Digitalcontent?

Samstag, 10. Oktober 2009 10:57

Das Konzept scheint einfach und erfolgversprechend – biete exklusiven Content gut verschlüsselt in einem exklusiven Mitgliederbereich an und bitte deine Interessenten dafür zur Kasse. Diese zahlen dafür natürlich gerne, denn sie erhalten ja auch eine entsprechende Gegenleistung. Auf kurze Sicht bringt diese Art der Bindung wirklich den erhofften Geldfluss und funktioniert in der Theorie auch. Langfristig ist dies aber fraglich und praktisch gibt es dabei einige Tücken.

Ein spontanes Beispiel: Der lange Trudelkurs der Times mit paid-content, bis schließlich das Online-Archiv doch frei zugänglich war.

“Das Ende der klassischen Medien” … “Das Internet macht alles kaputt” höre ich schon die Gegenseite schreien…

Meine Theorie: Keiner ist schuld daran, es ist lediglich eine Verkettung von aufeinander aufbauenden Umständen, denn:

Das Internet ist gekennzeichnet durch einen hochgradigen Überfluss an allem. Nahezu alles ist auffindbar und das auch noch vielfach redundant. In jedem Markt ist Preisverfall die logische Folge bei einem Überangebot. Warum also nicht auch im “Markt” des Informationsangebots. Im Fall des digitalen Contents ist einfach nur die absolute Null-Grenze erreicht.

…Erneuter Aufschrei… OK, OK eine Einschränkung:

Es wäre sicherlich falsch, die Inhalte der Times, Zeit, Spiegel und des Handelsblatts etc. (alles nur exemplarisch) mit frei zugänglichen Inhalten gleich zu setzen die womöglich auch noch auf eigener Meinung basieren.

ABER: Auch in dieser Hinsicht hat sich die Situation verändert. Noch vor einigen Jahren von Jean-Remy von Matt als “Klowände des Internets” beschimpft, haben sich Blogs einem starken qualitativen Wandel unterzogen. Unternehmen, Manager und Anwälte führen mittlerweile auch Blogs und liefern damit teilweise hochinformativen Input. Über die experimentelle Meinungsäußerung von einigen Teenagern in Gründerzeiten von blogger geht dies weit hinaus. Über Verlinkungen auf die Nachrichtenseiten von diesen professionellen (teils hochfrequentierten) Blogs aus profitieren plötzlich also auch die “Großen”.

Wo ist also der Haken die Inhalte zugänglich zu machen? Die potenziell unendlichen Verlinkungen bedeuten ein Vielfaches an Seitenbesuchern gegenüber den zahlenden Kunden auch wenn auf den ersten Blick etwas “umsonst” hergegeben wird.

Ich versuche mal ein Profil von einem durchschnittlichen Informationssuchenden zu erstellen. Auf der Suche nach Informationen bemüht dieser im ersten Schritt eine Suchmaschine seiner Wahl. Dann

  • möchte er unkompliziert und schnell an den gewünschten Input gelangen.
  • bedeuten Anmeldevorgänge sofort das Aus für die betreffende Seite wo die Information stehen könnte da andere es einfacher anbieten.
  • scheiden alle kostenpflichtigen Angebote sofort aus, da es mindestens ein anderer auch gratis bietet
  • steht der Inhalt im Vordergrund und erst dann die Seite selbst so lange die Quelle stimmt. Die Erfahrung hat ihm gezeigt, das es mittlerweile im Internet genug qualitativen Content gibt und die Verfasser auch unter “Leistungsdruck” stehen und sich gegen andere profilieren wollen.
  • sind Verweise auf Nachrichtenquellen in einem Artikel eine willkommene Anreicherung. (Hier schließt sich der Kreis)

Das eigentlich interessante Geschäft ist doch nicht das mit den Endkunden, sondern die Bindung von ganzen Nutzergruppen. Die dort untereinander gegebenen Empfehlungen sind darüber hinaus nochmals ein Vielfaches von Adclicks wert. Wieso also nicht eine Basisversion frei zur Verfügung stellen und als Bonbon noch denen einen Exklusivpaket schnüren, die nicht genug bekommen können? Voila: Freemium (Verschmelzung aus “Free” und “Premium”)

Bei vielen Webdiensten funktioniert es, wieso also nicht auch bei digitalen Inhalten?

Zwei prominente Beispiele aus der Musikbranche sind das kostenlose Nine Inch Nails Album mit optionaler kostenpflichtiger Special Edition und das Live-Album von Coldplay.

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TUIFly auf werbetechnischem Höhenflug

Montag, 31. August 2009 9:52

Fieberbrunn, Österreich am 16.08.2009. Auf knapp 2000m über Meeresspiegel steige ich aus der Gondelbahn und das erste was ich sehe ist das:

TUIFly_Bergstation_Fieberbrunn

In meinen Augen eine gelungenes Spiel mit den Werten der aktuellen Kampagne. Das Publikum dürfte auch richtig sein, denn man nimmt ja schließlich die Anstrengungen des weiteren Aufstiegs zum Gipfel in Kauf um z.B. eine bestimmte Aussicht zu genießen. Der nächste Schritt ist dann nach Aussage des Plakats an Bord von TUIFly möglich, was ja auch die neue Kampagne vermitteln will.

Ein sehr netter Nebeneffekt ist natürlich die Exklusivität der Werbefläche. Dort oben herrscht für gewöhnlich im Vergleich zum Bodenlevel akute Reizarmut. Ich konnte zumindest dort keine weiteren Werbemittel im direkten Sichtfeld finden. Mit einer entsprechend charmanten Werbebotschaft kann man dort oben sicher gut punkten.

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StudiVZ – jetzt auch mit Spam

Sonntag, 23. August 2009 14:37

Studivz_Spam

Bisher bin ich entweder in dieser Hinsicht zu naiv gewesen oder hätte es einfach nicht für möglich gehalten – Spam als Direktnachricht in einem sozialen Netzwerk.

Letzten Monat hatte mich die Realität dann aber eingeholt und ich erhielt diese tolle Nachricht. Zu der chronischen Funktionsarmut im StudiVZ kommt für mich jetzt auch noch dazu, dass man sich regelmäßig mit solch nervigen Nachrichten auseinandersetzen darf? Darüber hinaus dachte ich aber eigentlich, dass man mittlerweile einsieht mit solcher Werbung nicht die richtige Wirkung zu erzielen.

Kurze Realitätskorrektur an mich selbst: Logischerweise gibt es immer Trittbrettfahrer die auf lukrative Dienste anspringen, wo sich mehrere Millionen User tummeln. Die Streurate ist zwar gross, aber irgendwer wird schon anbeißen. (Siehe dubiose Twitter Accounts)

Anmerkung an die Spammer: Man hätte sich vielleicht etwas mehr Mühe geben können bei der Programmierung des Bots und der Recherche auf der Seite. StudiVZ ist eine stark deutschsprachig geprägte Plattform und der in der Nachricht vermisste Chat existiert auch bereits auf StudiVZ!

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Shopping time the social way?

Freitag, 19. Juni 2009 0:53

Vorab ein ganz kurzer Ausflug in die Physik. Blickt man zurück vor die Einführung der Quantentheorie, kann man dort eine ähnliche Situation wie in der heutigen Werbelandschaft feststellen – nahezu Stagnation. Damals empfahl man den Leuten keine wissenschaftlichen Berufe mehr anzustreben weil ohnehin nahezu alles erforscht sei was es zu erforschen gibt und es bald nichts mehr zu tun gäbe. Und dann kam der sprichwörtliche „Quantensprung“ und alles ging in der Forschung von vorne los.

In der Werbebranche sieht es heute ähnlich aus. Die Beachtung von Werbung geht zurück, Konsumenten werden von Werbung zum überwiegenden Teil nicht angesprochen und die Bereitschaft aufgrund einer gesehenen Anzeige einfach so etwas zu kaufen ist sowieso noch nie sonderlich hoch gewesen. Es scheint also nicht mehr viel Potenzial vorhanden zu sein.

Worauf ich hinaus will ist folgendes:

Gut es ist kein „Quantensprung“, aber immerhin eine neue Tür die aufgestoßen wird und auch eine neue Werbemöglichkeit mit nahezu unendlichem Potenzial. Denn Bilder gibt es wohl genug die jeden Tag hochgeladen werden.

Es ist die Firma Pixazza. Dort können Bilder mit kleinen Werbeschildern versehen werden. Auf diese Weise können die Bildbestandteile „getaggt“ werden und als Werbefläche dienen. Wenn da mal das Wort „Stilikone“ keinen kommerziellen Beigeschmack bekommt, könnte man doch jetzt seine gesetzten Trends auch direkt wieder teilweise selbst vermarkten.

Ein definitiv neuer Ansatz. Man stelle sich diese Funktion nur mal in Verbindung mit einem sozialen Netzwerk vor. Dort könnte es ähnlich wie bei Werbeeinblendungen von Google eine Provision für die User geben. Und weil man dort ja in der Regel mit Leuten verkehrt die man persönlich kennt ist das Vertrauen anders als bei einer Anzeige die man betrachtet um einiges höher. Genau da wollen die Werber ja hin, in ein Vertrauensverhältnis. Etwas besseres als solch einen Markenbotschafter kann man sich als Unternehmen eigentlich nicht wünschen.

Schaut man unter „About Us“ nach, findet sich auch der übliche Verdächtige – Google. Ist das jetzt der nächste Geniestreich? Mal sehen was die Zukunft in der Hinsicht bringt.

Hoffentlich nicht so etwas wie dies hier in großem Stil.

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